Artikel mit dem Tag meta

Ballkultur

Hornbostels Erben: 60 Minuten, und dann auch noch Chinesen!

Symbolfoto: Alles kaputt im Fußball! So wie hier das Bökelberg-Stadion während des Abrisses im März 2006. Die Älteren unter Ihnen werden sich noch an Waldorf und Statler erinnern, die beiden Alten auf dem Theaterbalkon in der Muppet-Show, die an nichts und niemanden ein gutes Haar gelassen haben. Die beiden Plüsch-Herren sind offensichtlich das Role-Model für die Erregungskultur des deutschen Fußballtraditionalismus. Diesmal am Start: 60 Minuten Spielzeit, RBL in der CL und eine chinesische U20…


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Ballkultur

Hornbostels Erben: Das traditionalistische Investorentourette

Symbolfoto: Alles kaputt im Fußball! So wie hier das Bökelberg-Stadion während des Abrisses im März 2006. Investoren sind böse! Deshalb warnt der deutsche 50+1-Traditionalismus beharrlich, und mit dem Abstieg der Ismaik-Sechzger in der Relegation (und den daraufhin einsetzenden personellen Kalamitäten, die den Münchner Traditionsklub in die Regionalliga beförderten) hat das 50+1-Lager endlich seinen Modellfall für das Unheil, das aus jeglicher Investorentätigkeit im Profifußball zwangsläufig dräut…


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Ballkultur

Hornbostels Erben: Deadline-Day-Edition

Symbolfoto: Alles kaputt im Fußball! So wie hier das Bökelberg-Stadion während des Abrisses im März 2006. Was für eine Enttäuschung! Es stand wieder der halbjährliche hektische letzte Tag der Transferperiode an, der berühmt-berüchtigte »Deadline-Day«. Und es gab dieses Mal anlässlich dieses hektischen Transfertreibens praktisch keine fußballkulturpessimistischen Betrachtungen zu lesen. Aber immerhin, die obligatorischen Vokabeln wie »Kaufrausch« und »Wahnsinn« wurden wenigstens aufgefahren!

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Ballkultur

Hornbostels Erben: Carlos Tevez und die Übersättigung

Symbolfoto: Alles kaputt im Fußball! So wie hier das Bökelberg-Stadion während des Abrisses im März 2006.

Es sind wohl diese in vielerlei Hinsicht finsteren Zeiten! Wie schon im Jahresrückblick 2016 angemerkt, der Fußballkulturpessimismus ist im Diskurs rund um das schöne Spiel auf dem grünen Rasen ein ganz heißes Ding. Die German Angst hat seit dem letzten Jahr endgültig auch den Fußball erreicht. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht in einem Artikel das Ende und der Untergang des Fußballs, wie wir ihn kennen, heraufbeschworen und beklagt wird.

Dystopisches Denken über neue Entwicklungen im Fußball hat hierzulande eine lange Tradition. So stand schon im Spiegel Nr. 35/1963 kurz nach der Einführung der Bundesliga zu lesen:

»Der Oldenburger Landwirtschaftsrat Ernst Hornbostel, Vorsitzender des Norddeutschen Fußballverbandes, sann nach über die kommerzielle Bundesliga-Zukunft und fand: ›Ein ganzer Teil der Vereine, die heute mit stolzen Hoffnungen in die Bundesliga einziehen, werden bei Halbzeit ein schauerliches Erwachen erleben.‹«

Ernst Hornbostel ist somit der Urahn des modernen Fußballkulturpessimismus, ihm zu Ehren soll diese Rubrik fortan »Hornbostels Erben« heißen!

Deshalb startet dieses kleine Blog nun eine neue Artikelreihe, die in unregelmäßigen Abständen die neuesten fußballbezogenen Dystopien und Elegien sammelt und der geneigten Leserschaft zur gruseligen Unterhaltung präsentiert…

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Ballkultur

Warum Nationalmannschaften im Profifußball des 21. Jahrhunderts überflüssig sind

»DSC04767 EURO2016 : FRANCE - ROUMANIE ; 10 JUIN 2016« von Sylvie Jr auf flickr, CC BY-NC-ND 2.0 Na, verehrte Leserinnen und Leser, haben Sie sich auch bei der großen Fußball-Sommerpausenüberbrückung, der Europameisterschaft in Frankreich, in zahllosen Spielen köstlich gelangweilt? Oder haben Sie mit den »edlen Wilden« des Turniers, dem Team aus Island, das sich zweifellos beeindruckend konsequent durch das Turnier gedarmstadtet hat, gefiebert und sind nun von einem elfenhaften lyrischen Außenseiterfantum beseelt?

[Foto: »DSC04767 EURO2016 : FRANCE - ROUMANIE ; 10 JUIN 2016« auf Flickr, CC BY-NC-ND 2.0 von Sylvie Jr. Merci!]

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Ballkultur

»Team Marktwert« läuft auf den Platz!

Der Fußball im Nebel…

Im Januar begrüßten wir hier das Jahr des Feuer-Affens und schrieben in einer Meta-Betrachtung zum allgemeinen zeitgenössischen Fußball-Kulturpessimismus:

»Natürlich wird es Verlierer geben, denn wenn das Geld neue Vereine an die Spitze bringt, muss dafür auch jemand anderes hinunter. Aber so ist das halt im Fußball. Es gibt ständige Veränderung. Erkenschwick oder Herne waren einst auch die Verlierer jener Professionalisierung, die dann zur Gründung der Bundesliga führte.«

Das sehen einige aktuelle Bundesliga-Vereine wohl auch so und möchten nur ungern das Erkenschwick oder Herne des 21. Jahrhunderts werden. Deshalb gründeten sie nun, im Vorfeld der nächsten Runde des Bundesliga-TV-Rechte-Geschachers mit von Kalle R. und Co. erwarteten bekömmlichen Mehreinnahmen, das »Team Marktwert«!

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Ballkultur

Der fußballkulturpessimistische Feuer-Affe, oder: Ein Statement zur grassierenden Untergangsstimmung

Flutlichtmast im  Dens Park, Dundee FC, 2013 Die Festivitäten zur Inkrementierung der Jahreszahl haben wir, verehrte Leserinnen und Leser, hoffentlich gut überstanden. Nun schreiben wir also 2016 ins Datum und gehen in das chinesische Jahr des Feuer-Affens. Gemäß der fachkundigen Auskunft der Astro-Woche ist der Feuer-Affe (Zitat) »ein geschickter Typ, der voller Raffinesse steckt und stets seinen Vorteil im Auge hat«. Was dann ja irgendwie wieder mit Fußball zu tun hat…

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Ballkultur

Deadlinedaygeschwängerte Kulturpessimismusattacken

Bild: Aufkleber mit dem Text: Glotze aus, Stadion an

Der (für deutsche Verhältnisse) dieses Mal recht ausufernd genutzte »Deadline-Day«, also der letzte Tag der sommerlichen Transferperiode, hat nicht nur einige teure Spielerwechsel mit erstaunlichen Ablösen gebracht, sondern auch eine publizierte Flut von kulturpessimistischen Betrachtungen über die Schlechtigkeit des Profifußballs als solchen.

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Und dann kam Drogba.

Großartiger Text von »Der letzte Zehner«:

»Es gibt ja die Sorte von Protagonisten im Spitzenfußball, über die man sich gut und gerne echauffieren kann, wenn sie Teil einer gegnerischen Mannschaft sind, die man aber insgeheim am liebsten in der Mannschaft sehen würde, der man die Daumen drückt. Weil sie nicht nur eine gewisse Arroganz und ständige Selbstsicherheit an sich haben, sondern es auch verstehen, diese mit genug Witz oder Charisma zu kombinieren, sodass man ihnen eigentlich nicht böse sein kann. Spontan fallen mir da Namen wie Mourinho oder Ibrahimovic ein. Oder eben Drogba, der ist ein Paradebeispiel für diese Kategorie.«

Unbedingt lesen. Ganz. (Via 120minuten)

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Im Sportjournalismus.

Zum Blonden Engel – »Unglaubliche Bilder«: »Im Hintergrund ein Moment echter Emotion: Man sieht, wie Favre erschrickt, die Augenbrauen hochzieht, sich fragend umsieht und betroffen auf eine Antwort wartet. Daneben steht, der offenbar schon besser informiert ist, Ewald Lienen, der Favre zwei drei Worte sagt und eine wegwerfende Handbewegung macht: naja, die machen gerade wieder ein Fass auf, Du weißt doch, wo Du hier bist. Im Sportjournalismus.« (Via Fokus Fußball)

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