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DFB-Pokal mal anders: KSC vs Borussia Mönchengladbach 1:5 – 21.8.2016

DFB-Pokal der Frauen, KSC vs Gladbach 1:5

Das Wochenende steht im deutschen Fußball ganz im Zeichen des DFB-Pokals.

Gestern waren die männlichen Profis an der Reihe. Die Borussia aus Mönchengladbach kam nach einer höchst bescheidenen Vorstellung beim tapferen Regionalligisten SV Drochtersen/Assel mit 1:0 weiter in die zweite Runde. Zu diesem Spiel gibt es zu diesem Zeitpunkt hier nichts weiter zu sagen, die nächsten Spiele werden zeigen, ob in den ersten beiden Pflichtspielen zu beobachtende Entwicklungen Anlass zur Sorge geben oder nicht…

Umgekehrt lief es beim KSC. Dieser lieferte bei Ligakonkurrent 1860 München eine nach den ersten Auftritten in der Zweiten Liga überraschend gute Vorstellung ab, scheiterte aber (mal wieder) an der eigenen Chancenverwertung und vor allem an einem höchst unglücklichen Gegentor in der Nachspielzeit. Schade!

Am heutigen Sonntag waren dann die Frauen an der Reihe. Und das Los führte im DFB-Pokal der Frauen ausgerechnet den KSC und Borussia Mönchengladbach auf Platz 2 des Wildparks zusammen. Klare Sache, dass der ballreiter da dabei sein musste…

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Spielbetrieb

Gelsenkirchener Hass-Barock

Bild: »Beware Foul Ground« von Gloria auf flickr, CC-BY-SA

[Foto: »Beware Foul Ground« auf flickr von Michael Coghlan, CC BY-SA 2.0, Thanks!]

Borussia bleibt unter André Schubert »interims-unschlagbar«! Wenige Tage nach dem Bundesliga-Heimsieg gegen Schalke 04 mit seinen (insbesondere für André Hahn) unschönen Begleiterscheinungen gewann Borussia auch das DFB-Pokal-Spiel, diesmal auswärts in der Gelsenkirchener Turnhalle, mit 2:0.

Erneut gingen die Schalker auf dem Rasen wuchtig wie die edelholzfurnierten Möbel in den Wohnzimmern Gelsenkirchens zur Sache, entsprechend füllte sich das Gladbacher Kranken- und Verletztenlager weiter…

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Spielbetrieb

»Erste Runde Hamburg…«

st. pauli

[Foto: »st. pauli« von Martin Abegglen auf flickr, CC-BY-SA 2.0]

Das war ja ein gelungener Pflichtspielauftakt der Borussia beim FC St. Pauli, mit einem am Ende doch deutlichen 4:1-Erfolg ging es in die Zweite Runde.

Das Spiel

Normalerweise verfolge ich Erstrundenpokalspiele mit der Einstellung: »Weiter, egal wie«. Nach der Veröffentlichung der Aufstellung gab es aber eine gewisse Skepsis. Eine Startelf mit zwei unerfahrenen Neulingen in der Innenverteidigung erschien zum einen »un-favre-ig« und zum anderen als unnötiges Risiko in einem Erstrundenspiel in dieser Konstellation.

Der Spielverlauf der ersten Hälfte gab der Skepsis weitere Nahrung. St. Pauli spielte ähnlich wie neulich beim KSC, mit einer soliden Defensivmauer, lauernd auf Ballverluste im Mittelfeld und daraus resultierenden schnellen Angriffen. Aber St. Paulis Problem war auch wieder zu sehen: Der Angriff ist zu harmlos im Strafraum, das Tor fiel erneut aus einer individuellen Meisterleistung, es war ein wirklich schöner Schuss von Rzatkowski.

Die Gladbacher Defensive wackelte bedenklich, ohne dass man dafür die Debütanten Schulz und Christensen verantwortlich machen musste. Es waren eher die bewährten Kräfte wie Jantschke rechts außen und Xhaka auf der Sechs, die schwer in die Saison kamen. Xhakas einer gewissen Lässigkeit geschuldeter Ballverlust löste letztendlich das Führungstor für St. Pauli aus. Vorne lief nicht viel, man bewegte sich mit einer gewissen Behäbigkeit. Drmic wirkte wie ein Fremdkörper, erinnerte an den ersten Auftritt von Luuk de Jong damals gegen Kiew, nur ohne Eigentor…

In der Halbzeit fand Lucien Favre, wie es im Sportjournaille-Sprech so schön heisst, »die richtigen Worte«, Borussia machte Ernst, legte an Tempo zu und erarbeitete sich Torchance um Torchance. Ausgleich durch Stindl, Führung durch Traoré und 1:3 durch Stindl schlugen dann innerhalb von 13 Minuten in das Tor von St. Pauli ein. Mein Lieblingstor aber war das 4:1 von Hazard auf Vorlage von Raffael, einfach fantastisch, besser kann man nicht spielen.

Die Defensive stand in HZ2 auch wieder so wie man das von Favre-Borussia kennt. Nach dem 3:1 legte Borussia eine kleine Pause ein, St. Pauli wurde stärker, aber, s.o., die schlechte Verwertung der Chancen erbrachte kein weiteres Tor. Und nach dem 1:4 verwaltete Borussia das Spiel nur noch »nach Hause«.

Man of the match

Natürlich Lars Stindl. Ein großartiges Debüt mit zwei Toren, fügte sich sofort in das Team ein als hätte er nie woanders gespielt. Da ich Stindl schon seit den Zeiten kenne, als er als junger Spieler beim KSC sein Debüt gab, hatte ich daran eigentlich auch keinen ernsthaften Zweifel. Aber so ein Einstand ist dann doch schon etwas besonderes.

Und sonst?

Die tolle Fußball-Stimmung am Millerntor erweckte den Neid vor dem Fernseher, da wäre man gerne vor Ort dabei gewesen. Eine große Geste: Nach dem Spiel gab es Applaus für die tolle Leistung der Borussia in der zweiten Halbzeit von großen Teilen des heimischen Publikums. Schade, dass im Pokal nur einer weiter kommen kann…

Und weiter?

Jetzt bitte keinen Zweitligisten in einem Heimspiel in der 2. Runde, es gibt da traumatische Erinnerungen. Und man darf gespannt sein, ob Favre die Nachwuchs-Innenverteidigung am Samstag beim Bundesligaauftakt beim Ballspielverein auch auflaufen lassen wird, oder ob wir uns mit dem Pokalspiel vom Start weg schon mitten in der »Rotation« zur Minderung der vielbeklagten »Dreifachbelastung« befinden.

Und woanders?

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Spielbetrieb

Rote Bullen, das Feuerzeug und der Bärendienst

Das Unangenehme am von Dummheit ausgelösten Spielabbruch in Osnabrück: RedBull Leipzig inszeniert sich, wie schon in perfider Weise letzte Saison nach dem Spiel in Karlsruhe, als von den bösen Anhängern der Traditionsvereine drangsaliertes Opfer. Dabei wurde gar kein Leipziger getroffen, sondern der Schiedsrichter. Da wird dann nachträglich jeder finster dreinschauende Osnabrücker Spieler und jedes irgendwann einmal gezeigte Plakat zum Fanal des illegitimen und unangemessenen Kampfes der bösen Traditionsvereine gegen RBL, stets in Tateinheit mit ihren Anhängern, hochstilisiert, z.B. beim rotebrauseblogger (Zitat):

»Es ist wie letzte Saison in Karlsruhe. Wenn du als Verein, wie damals geschehen, deine Fans zum Einlaufen der Teams im Innenraum ein Riesenbanner mit „Bullenseuche“ hochhalten lässt und sie den Gegner quasi abgeesegnet als Krankheit bezeichnen dürfen, musst du dich nicht wundern, wenn deine Fans diese Symbolik und die Entmenschlichung des Gegenübers auch in der sonstigen Praxis ernst nehmen.«

Kleiner hat man es dort nicht. Das Ziel ist klar: Man möchte jedes irgendwo hochgehaltene Anti-RBL-Plakat, den legitimen Anti-RBL-Protest generell, in die selbe Schublade stecken wie den unsportlichen feuerzeugwerfenden Dummkopf von Osnabrück.

Und da RedBull nun einmal ein am Spielbetrieb teilnehmender cleverer Medien- und Marketingkonzern ist, bietet man generös ein Wiederholungsspiel an. Genau wissend, dass es das vom DFB aus sowieso nicht geben wird. Aus Sicht von RedBull genau das, was man in ihren Kreisen so schön eine »Win-Win-Situation« nennt.

Somit hat der oder die Werfende RBL nicht nur vor dem Ausscheiden bewahrt, sondern auch dem Fußball an sich in jeglicher Hinsicht mal wieder das erwiesen, was man in der floskelreichen Sprache der Sportjournaille einen »Bärendienst« nennt. Vielen Dank auch.

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Spielbetrieb

Endlich geht es los…

DFB-Pokal 2014/15, 1. Runde: FC Homburg - Borussia 1:3

In wenigen Stunden beginnt dann auch für Borussia Mönchengladbach mit dem Pokal-Knüller gegen St. Pauli die Saison. Man darf sehr gespannt sein, wie sich die Elf vom Niederrhein nach der erfolgreichen Vorsaison und einigen personellen Änderungen präsentieren wird. Werden Stindl und Drmic gleich in der Startelf stehen, werden wir Überraschungen in Form von neuen und alten Jungspielern wie Christensen, Schulz oder gar Dahoud sehen, wie viele Vorberichte vermuten?

Die Borussia hat eine bekömmliche Historie von Erstrundenniederlagen bei unterklassigen Teams, zuletzt schied man vor zwei Jahren beim damaligen Drittligisten Darmstadt 98 im Elferschießen aus. Und das Aus in der letzten Saison beim ebenfalls damaligen Drittligisten Bielefeld, ebenfalls im Elfmeterschießen, ist noch gar nicht so lange her. Und den Namen »SC Verl« erwähnt in Gegenwart von Gladbachern besser nicht…

Von daher ist es vielleicht gar nicht verkehrt, gleich beim nominell stärksten Gegner im Lostopf, »aus anderem Holz als Fichte« (Bielefeld) geschnitzt, in den Pokalwettbewerb zu starten.

Letzte Saison gelang der Start mit einem 3:1-Sieg beim Regionalligisten FC Homburg (siehe Bild oben). In der großartigen Flutlichtatmosphäre am Millerntor wird es schwerer werden, das gut stehende Defensivbollwerk des ehemaligen Borussia-Stürmers Ewald Lienen ist gleich ein echter Gegner zum Auftakt.

Ich kann jetzt auch keine Lobeshymnen über die glorreiche Vorsaison und Vorberichte mehr lesen, es wird Zeit dass auch bei Borussia endlich der Ball rollt. Los geht’s, wie die Torfabrik schreibt: »Alles auf Anfang!«

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Spielbetrieb

Kartenrot färbte sich der schwäbische Abendhimmel…

Es gibt Spiele, da sitzt man mit offenem Mund vor dem Fernseher und schaut einem surrealen Schauspiel zu. Die unfassbare Pokalpleite des KSC in Reutlingen in der ersten Runde des DFB-Pokals war so eines. Man wusste gar nicht wo man zuerst hinschauen sollte: Überall Ballverluste, Fouls, Elfmeter, Rote Karten nach Tritten wie einst bei Vinnie Jones…

Was im ersten Heimspiel gegen St. Pauli zu beobachten war, steigerte sich unter dem schwäbischen Abendhimmel Reutlingens ins Absurde: Gegen einen spielerisch arg limitierten Oberligisten verlor der KSC jeden Ball im Spielaufbau. Das Bällchen kam sofort zurück, als hätte man ihn gegen eine Gummiwand geschossen, und brachte die unsichere Abwehr in die Bredouille.

Die Leistungsträger des Vorjahres stecken weiterhin in einer tiefen Formkrise, Torres bekam sogar die Höchststrafe mit einer eiligen »Notauswechslung« noch in der 38. Minute, weil die ewigen Ballverluste aufhören sollten. Die Alternativen sind junge unerfahrene Spieler, von denen man realistischerweise nicht erwarten kann, dass sie auf Anhieb Verstärkungen auf Zweitliga-Niveau sind. Die wenigen erfahrenen Neuen sind bis jetzt auch keine große Verstärkung, da sie sich der Form des vorhandenen Personals anpassen.

Und dass Trainer Kauczinski immer wieder die verlorene Relegation als Erklärung für den Fehlstart heranzieht, ist auch nicht hilfreich. Beim DoPa würde man sagen: Er liefert den Spielern ein Alibi.

Nun ist schon so früh in der Saison ordentlich was los im Badnerland, lt. lokaler Monopolzeitung beorderte Präsident Wellenreuther die sportliche Führung zum Rapport. Der neuverpflichtete »Diamant« im Sturm ist gleich mal krank und fällt aus, ein Yabo-Nachfolger als Verstärkung des derzeit offensiv harmlos und defensiv desaströs auftretenden Mittelfelds ist noch immer nicht in Sicht.

Hoffnung macht alleine das Auftreten in der 2. Halbzeit, als mit 9 gegen 11 fast noch der Ausgleich gelungen wäre. Gerade in der 2. Halbzeit zeigte sich, wie spielerisch limitiert der SSV Reutlingen eigentlich ist, da darf man normalerweise niemals ausscheiden, und schon gar nicht mit einem solchen Auftritt.

Weiter geht es am Freitag beim FSV Frankfurt. Geht das auch verloren, dann entwickelt sich der Fehlstart langsam aber sicher zu dem, was die darauf stets gierende Sportjournaille ganz gerne eine »Krise« nennt…

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