Matchday

Wende? FSV Frankfurt vs KSC 1:2 – 14.8.2015

Bild: FSV Frankfurt vs KSC 14.8.15, Volksbank Stadion

Fehlstart in der Liga, eine peinliche Pokalschlappe in Reutlingen, den besten Stürmer auf die Insel vertickt und alle gelernten Außenverteidiger verletzt – die Voraussetzungen für das Auswärtsspiel des KSC beim FSV Frankfurt waren schon großartig und vielversprechend. Also ging es auf die nicht ganz so weite Reise nach Frankfurt um zu schauen, wie sich die Blau-Weißen in dieser nicht ganz einfachen Lage, in der manche Schreiberlinge lokaler Anzeigenblättchen schon eine Trainerdiskussion vom Zaune brechen möchten, schlagen. Es sollte sich lohnen!

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Links

Im Sportjournalismus.

Zum Blonden Engel – »Unglaubliche Bilder«: »Im Hintergrund ein Moment echter Emotion: Man sieht, wie Favre erschrickt, die Augenbrauen hochzieht, sich fragend umsieht und betroffen auf eine Antwort wartet. Daneben steht, der offenbar schon besser informiert ist, Ewald Lienen, der Favre zwei drei Worte sagt und eine wegwerfende Handbewegung macht: naja, die machen gerade wieder ein Fass auf, Du weißt doch, wo Du hier bist. Im Sportjournalismus.« (Via Fokus Fußball)

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Spielbetrieb

Neues aus Schottland #1: Erstes Saison-Derby in Dundee

Dundee United vs. Dundee FC, es war mal wieder Derby-Zeit in Dundee, das gibt es dort bis zu viermal in einer Saison. Gestern also gleich am 3. Spieltag die erste Auflage der Saison, auf der United-Straßenseite der Tannadice Street.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit entwickelte sich nach der Pause eine furiose Partie. Der 19-jährige Blair Spittal (Video, s.o., United in »Black and Tangerine«, FC in blauen Trikots) brachte United mit 2:0 in Front. Greg Stewart, der Stürmer der aus der Ölraffinerie kam, erzielte mit einem großartigen Schuss den Anschluss für den FC, bevor in der letzten Minute der Nachspielzeit der Ausgleich fiel. Bei Dundee United stand der 21-jährige Deutsche Luis Zwick im Tor, der letztes Jahr von Hertha Zehlendorf in die U20 von United gewechselt war. Und sah beim Ausgleich nicht sonderlich gut aus, das Dundee-Derby scheint kein gutes Pflaster für deutsche Torhüter zu sein…

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Spielbetrieb

Kartenrot färbte sich der schwäbische Abendhimmel…

Es gibt Spiele, da sitzt man mit offenem Mund vor dem Fernseher und schaut einem surrealen Schauspiel zu. Die unfassbare Pokalpleite des KSC in Reutlingen in der ersten Runde des DFB-Pokals war so eines. Man wusste gar nicht wo man zuerst hinschauen sollte: Überall Ballverluste, Fouls, Elfmeter, Rote Karten nach Tritten wie einst bei Vinnie Jones…

Was im ersten Heimspiel gegen St. Pauli zu beobachten war, steigerte sich unter dem schwäbischen Abendhimmel Reutlingens ins Absurde: Gegen einen spielerisch arg limitierten Oberligisten verlor der KSC jeden Ball im Spielaufbau. Das Bällchen kam sofort zurück, als hätte man ihn gegen eine Gummiwand geschossen, und brachte die unsichere Abwehr in die Bredouille.

Die Leistungsträger des Vorjahres stecken weiterhin in einer tiefen Formkrise, Torres bekam sogar die Höchststrafe mit einer eiligen »Notauswechslung« noch in der 38. Minute, weil die ewigen Ballverluste aufhören sollten. Die Alternativen sind junge unerfahrene Spieler, von denen man realistischerweise nicht erwarten kann, dass sie auf Anhieb Verstärkungen auf Zweitliga-Niveau sind. Die wenigen erfahrenen Neuen sind bis jetzt auch keine große Verstärkung, da sie sich der Form des vorhandenen Personals anpassen.

Und dass Trainer Kauczinski immer wieder die verlorene Relegation als Erklärung für den Fehlstart heranzieht, ist auch nicht hilfreich. Beim DoPa würde man sagen: Er liefert den Spielern ein Alibi.

Nun ist schon so früh in der Saison ordentlich was los im Badnerland, lt. lokaler Monopolzeitung beorderte Präsident Wellenreuther die sportliche Führung zum Rapport. Der neuverpflichtete »Diamant« im Sturm ist gleich mal krank und fällt aus, ein Yabo-Nachfolger als Verstärkung des derzeit offensiv harmlos und defensiv desaströs auftretenden Mittelfelds ist noch immer nicht in Sicht.

Hoffnung macht alleine das Auftreten in der 2. Halbzeit, als mit 9 gegen 11 fast noch der Ausgleich gelungen wäre. Gerade in der 2. Halbzeit zeigte sich, wie spielerisch limitiert der SSV Reutlingen eigentlich ist, da darf man normalerweise niemals ausscheiden, und schon gar nicht mit einem solchen Auftritt.

Weiter geht es am Freitag beim FSV Frankfurt. Geht das auch verloren, dann entwickelt sich der Fehlstart langsam aber sicher zu dem, was die darauf stets gierende Sportjournaille ganz gerne eine »Krise« nennt…

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Spielbetrieb

Premier League - »Forever blowing bubbles«

Am Wochenende startet die englische Premier League, ob des dortigen TV-Geldregens feuchter Traum der Bundesliga-Manager, in die neue Saison. Wer sich über die Lage dort vor Saisonbeginn informieren mag, findet bei twohundredpercent eine unterhaltsame Vorschau mit einer Einschätzung zu jedem Verein in vier Teilen:

Als Gladbach-Fan wird einem stets eine Nähe zum FC Liverpool unterstellt, weil einige Gladbacher eine Fanfreundschaft zu einigen Liverpool-Fans pflegen. Das freut mich für sie, mir geht Liverpools dauernde tränenselige YNWA-Atmosphäre mit dem feierlich zelebrierten Suhlen im Elend der Tragödien der eigenen Vereinsgeschichte auf die Nerven.

Sympathien habe ich in der PL für West Ham United. Da die »Hammers« nach dieser Saison in ein neues Stadion umziehen, ist die kommende die letzte im ehrwürdigen Boleyn Ground. Darum ist die kommende Saison genau die richtige für einen »Groundhopp« zu West Ham…

Die »Hammers« ziehen 2016 in das Olympiastadion von London und bewahren London damit vor dem Schicksal anderer Ausrichtungsländer von Sport-Großveranstaltungen der letzten Jahre: Nämlich eine teure gigantische Bauruine herumstehen zu haben.

Daneben beschäftigt West Ham nun mit Slaven Bilic einen Karlsruher Ex-Helden als Trainer. Außerdem hat West Ham einer der großartigsten Vereinshymnen überhaupt, »Forever blowing bubbles«:

»I’m forever blowing bubbles, pretty bubbles in the air. They fly so high, nearly reach the sky, then like my dreams, they fade and die.«

Was auch wunderschön zum englischen Fußball an sich passt. Sie mögen im TV-Geld schwimmen und unfassbare Ablösen für teilweise mediokre Fußballer ausgeben können, die Wünsche der reichen englischen Klubs nach einer dem finanziellen Aufwand angemessenen Rolle in der Champions League platzten, seit dem Sieg des Chelsea FC im »Finale dahoam«, wie die Seifenblasen. Und von englischen Auswahlmannschaften wollen wir gar nicht erst anfangen. Geld alleine macht halt auch nicht glücklich, gilt auch für den Fußball…

Die im deutschen Fußball grassierende Angst vor dem Geld der PL ist maßlos übertrieben. Auch viel Geld wird die »Stars« der Bundesliga nicht davon überzeugen, bei Stoke City oder Southampton spielen zu wollen. Und die Topklubs können auch nur mit 11 Spielern gleichzeitig antreten. Von daher ist die hysterische Reaktion auf den englischen TV-Vertrag bei deutschen Vereinsfunktionären, gepaart mit blindem Aktionismus in Sachen Spielplangestaltung, völlig unverständlich.

Zum Schluss der Tipp aus der Kristallkugel: Englischer Meister wird wieder Chelsea werden, in einem engen Zweikampf mit Manchester United. Und Bilic wird als Trainer bei West Ham ein schweres Jahr haben.

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Ballkultur

Wir lesen Fußball: »Zeitspiel«

Bild: Zeitspiel-Magazin

Wenn man keinen Fußball schaut, dann möchte man drüber lesen, klare Sache. Wer nicht nur im Kicker 1:0-Berichterstattung und nichtssagende Interviews lesen möchte, findet in »Zeitspiel, Magazin für Fußball-Zeitgeschichte« frischen Lesestoff jenseits der alltäglichen Berichterstattung.

Die Mainstream-Berichterstattung über Fußball wird mehr und mehr ein Trauerspiel. Gerüchte, irrelevante Marginalien und Fußball-Star-Klatsch sind wichtiger als das Spiel und seine Hintergründe geworden. Ein schönes Beispiel dafür ist diese Woche das Gewese um Rudi Völler und Marcell Jansen

»Zeitspiel« hingegen verspricht, tatsächlich über Fußball zu schreiben. Das Blog hat die Erstausgabe gelesen…

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Matchday

Fehlstart: KSC vs FC St. Pauli 1:2 – 2.8.2015

Bild: KSC vs FC St. Pauli 2.8.15 vor dem Anpfiff im Wildparkstadion

Ein schöner sommerlicher Sonnentag, das Wildparkstadion für örtliche Verhältnisse gut gefüllt, gute Stimmung, ein attraktiver aber schlagbar erscheinender Gegner – es war alles bereitet für einen guten Fußballnachmittag in Karlsruhe. Statt dessen gab es im zweiten Spiel die zweite Niederlage, der »Fehlstart« für den Aufstiegsaspiranten KSC ist perfekt!

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