Spielbetrieb

Null-Punkte-Super-Samstag: Aufbaugegner KSC

Was für Fußball-Zeiten! Auch dieses Wochenende hatte wieder, um in der Ausdrucksweise des sensationslüsternen Pay-TVs zu bleiben, einen Null-Punkte-Super-Samstag zu bieten.

Mittags durfte sich der KSC beim kriselnden Bundesliga-Absteiger SC Paderborn am Projekt »Mal wieder ein Törchen schießen und punkten« versuchen. Was nicht wirklich gelang…

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Matchday

Schlechte Zeichen am Fußballhimmel: KSC vs Union Berlin 0:3 – 12.9.2015

Bild: Himmel über dem Wildpark beim Spiel KSC vs Union Berlin

Noch erschöpft von der nächtlichen Heimfahrt nach der ersten Klatsche des Wochenendes in Mönchengladbach musste man sich schon am Samstagvormittag schon wieder zeitig gen Stadion aufmachen. Der TV-Vermarktung zum Dank (ja, der moderne TV-Fußball, er lebe hoch) stand schon um 13:00 Uhr das Spiel des KSC gegen den 1. FC Union Berlin an. Man durfte gespannt sein, wie der KSC die Braunschweig-Klatsche wegstecken würde, und mit Union stand ein interessanter Gegner auf dem Spielplan, der zum ersten Spiel mit dem neuen Trainer Sascha Lewandowski anrückte.

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Matchday

Fehlstartrekordler: Borussia Mönchengladbach vs HSV 0:3 – 11.9.2015

Bild: Gladbach vs HSV im Borussia-Park am 11.9.15

Drei Spiele, drei Niederlagen – Borussias Saisonstart war vor der Länderspielpause richtig schön missraten. Da schien das zweite Heimspiel gegen den aktuell wahrscheinlich unbeliebtesten Verein Deutschlands gerade recht zu kommen. Die Relegations-Glücksritter vom Hamburger SV waren für den Freitagabend als Aufbaugegner für die schwächelnden Fohlen auserkoren.

Also machten wir uns auf den langen Weg gen Mönchengladbach, um endlich Punkte einzufahren. Und weil der Vorverkauf für dieses Spiel (von der Niederlagenserie unbeeinträchtigt) in der Sommerpause begann, war der Borussia-Park auch durchaus erwartungsfroh gestimmt und bis auf den letzten Platz gefüllt. Beides sollte sich im Verlauf des Abends ändern…

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Ballkultur

»Football without the fans is nothing« – Zum 30. Todestag von Jock Stein

Bild: Celtic Park, Glasgow, Plastik von Jock Stein vor dem Eingang Jock Stein war der legendäre Trainer von Celtic und der schottischen Nationalmannschaft. Auf der gesamten Insel wird Jock Stein als Trainerlegende verehrt, der Masse der deutschen Fußballfans ist er aber weitestgehend unbekannt.

Heute vor 30 Jahren, am 10. September 1985, starb Jock Stein während des Qualifikationsspiels zur Fußball-WM 1986 zwischen Wales und Schottland »im Dienst« als schottischer Nationaltrainer. Dass er buchstäblich die letzten Sekunden seines Lebens auf einem Fußballplatz verbrachte, ist typisch für einen Mann, der »den Fußball lebte« und über den Sir Alex Ferguson einmal sagte:

»I am proud to say that I knew Jock Stein as a manager, as a colleague and as a friend… he was the greatest manager in British football… men like Jock will live forever in the memory.«

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Ballkultur

Deadlinedaygeschwängerte Kulturpessimismusattacken

Bild: Aufkleber mit dem Text: Glotze aus, Stadion an

Der (für deutsche Verhältnisse) dieses Mal recht ausufernd genutzte »Deadline-Day«, also der letzte Tag der sommerlichen Transferperiode, hat nicht nur einige teure Spielerwechsel mit erstaunlichen Ablösen gebracht, sondern auch eine publizierte Flut von kulturpessimistischen Betrachtungen über die Schlechtigkeit des Profifußballs als solchen.

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Links

Die Hopps der Anderen.

Zwei schöne gebloggte Groundhopps, zum Zeitvertreib in der grässlichen fußballfreien Länderspielpause:

»Die schottische Furche« war bei TSV Havelse vs. TSV Schilksee in der Regionalliga Nord unterwegs:

»Für ermäßigte 5€ betritt man die Pforten des Wilhelm-Langrehr-Stadions. Kein VW-Continental-Ergo-Stadion, keine Sparkassen-TUI-Haribo-Arena. Ja, liebe Kinder, so etwas gibt es noch.«

Und die »Lost Boyos«, kürzlich in Karlsruhe unterwegs gewesen, sind zum englischen Pokalknaller zwischen Brighouse Town (achtklassig) und Atherton Collieries (neuntklassig) gehoppt. Wie stets bei den Boyos ein langer Bericht mit viel Bier:

»Clearly, the beer hit me hard though as I was a bit confused to where I was when I first woke up on the Sunday morning.«

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Ballkultur

Fußlümmelei

Ein schönes »Langstück« (oder »Longread«, wie man heutzutage Texte nennt, die keine Info-Happen sind) bei 120minuten über die Entwicklung des Fußballs in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts: »Von der Fußlümmelei zum Massenphänomen«.

Karlsruhe war damals eine Metropole der »Fußlümmelei« mit den beiden (einzigen) Deutschen Meisterschaften 1909 für den FC Phönix (einer der beiden Vereine die 1952 zum Karlsruher SC fusionierten) und 1910 für den Karlsruher FV. Ein fußballhistorisches Erbe, das seitens der Stadt aber nicht gepflegt wird. Viel mehr werden die historischen Stätten abgerissen, überbaut und ein paar lieblose Gedenktafeln aufgestellt.

2006 hatte ich kurz vor dem Abriss in meinem alten Blog dem alten KFV-Stadion einen Besuch abgestattet.

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Spielbetrieb

Auf in die Champions League! Aber nicht alle…

Die Würfel sind gefallen, die Play-Offs sind beendet und die Gruppenphase der Champions League wurde ausgelost!

Gladbacher Todesgruppe

Borussia wird in Gruppe D auf Juventus Turin, Manchester City und (schon wieder) auf den FC Sevilla treffen. Stellenweise ist deshalb auf Twitter und in den üblichen Foren ein garstiges Gejammer über die Grausamkeit dieser Gruppenauslosung zu lesen. Seitenwahl gibt gewohnt informativ einen Überblick und kommt zu dem Schluss:

»Zum jetzigen Zeitpunkt ist es jedenfalls viel zu früh, um den Kopf in den Sand zu stecken. Borussia hat jahrelang hart dafür gearbeitet, um in dieser Champions League mitspielen zu dürfen. Jetzt ist dies geschafft und wurde mit einer Gruppe vierer echter Champions belohnt. Anstatt jetzt schon bittere Niederlagen vorherzuorakeln, sollten sich die Fans auf 6 hochkarätige Europacup-Partien freuen, die sie genau wie der Verein unbeschwert und in vollen Zügen genießen sollten.

So ist es. Man hat immer eine Chance. (Gut dass es hier kein Phrasenschwein gibt.) Ich für meinen Teil freue mich drauf, vor allem Sevilla ist dieses Mal fällig. Und gegen Juve, mit Torwartlegende Gigi Buffon, der bekanntlich einmal Gladbach als einen seiner Sehnsuchtsvereine bezeichnete. Und als Sahnehäubchen das geldstarrende, aber europäisch notorisch erfolglose Superstarensemble von Manchester City…

Celtics Ausscheiden

In jene Gruppenphase wollten auch einige andere. Für Celtic endete der vor zwei Tagen skizzierte »mühsame Weg zurück« in Malmö mit dem erneuten Ausscheiden mit einem, vor allem in der 2. Halbzeit, furchtbaren Auftritt. Trainer Ronny Deila diagnostizierte ein »furchtsames Auftreten« als Ursache. Einige Kommentatoren, wie jener hier im Guardian, sehen hingegen Deilas falsche Entscheidungen und schlechte Transfers als Grundübel. Der BBC-Schottenfußball-Chefkommentator Tom English sah Celtics Schwäche in Malmö grausam offenbart und kommt zu dem Schluss:

»Malmo got what they deserved on Tuesday - and so did Celtic. They had their chance - and they blew it.«

Die Fans sind etwas ratlos, wie ein Statement im Supporters-Forum zeigt:

»Last night was at times embarrassing, we looked like a team with no fight in it, a total lack of conviction; we were bullied by a team of inferior players.«

Das fasst es ganz gut zusammen. Und einer zerriss gleich sein Trikot vor Wut

Nun gibt es also ein weiteres Jahr Europa League und Dominanz in der Schottischen Meisterschaft für Celtic, und die CL findet erneut ohne schottische Beteiligung statt.

Basels Ausscheiden

Etwas überraschend ausgeschieden ist auch der kürzlich besuchte FC Basel gegen Maccabi Tel Aviv. Das ist für Basel weniger ein finanzielles Problem, als vielmehr eines für das eigene Selbstverständnis, so die NZZ:

»Ohne Champions League bricht ein Teil seines Selbstverständnisses und seiner Träume weg; in diesen Spielen setzt er die grossen Emotionen frei, hier bekommt er die Anerkennung, die ihm in der Schweiz immer öfter versagt bleibt.«

Ganz anders sehen das die »Stehplatzhelden«:

»Ein Glück, dass der Verein die erneute Qualifikation für die UEFA Champions League nicht geschafft hat. Ansonsten wäre die wirtschaftliche Dominanz des FCB im Schweizer Fussball erdrückend geworden.«

Wie auch immer. Im Gegensatz zu Celtic, für die die Rückkehr mit jedem Jahr »draußen« immer schwieriger wird, wenn die Besitzer nicht Geld in eine für den heimischen schottischen Fußball völlig überdimensionierte Mannschaft stecken wollen, lacht dem FC Basel eine glorreiche Zukunft. Denn ab der kommenden Saison braucht der Schweizer Meister nicht mehr durch die mühsame und gefährliche Qualifikation, sondern kommt direkt in die Gruppenphase. Und wer anders als die »Bebbi« soll diese Saison Schweizer Meister werden?

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