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Hornbostels Erben: Monumente des Provinzialismus

Sie erinnern sich vielleicht, wir hatten es kürzlich in dieser kleinen Traditionalismus-Watchblog-Rubrik von der chinesischen Bedrohung der armen Regionalliga Südwest. In diese kam heute eine neue Dynamik, vier Regionalligisten knickten ein und sprangen wieder ab, so dass nur noch eine »chinesische Bedrohung light« übrig bleibt. Außerdem haben wir noch eine Podcastempfehlung und ein eindrucksvolles musikalisches Meisterwerk…

[Foto: »夜間足球 Nighttime Soccer / 馬鞍山遊樂場 Ma On Shan Recreation Ground / SML.20130216.EOSM.02197« auf flickr, CC BY 2.0 von See-ming Lee, Creative Commons Attribution 2.0 Generic Licence, thanks!]

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150 Jahre Queen‘s Park FC

Die Mannschaft des Queen‘s Park FC mit dem gewonnenen Scottish Cup im Jahre 1874 (Bild gemeinfrei)

Wenn man an »Fußball in Glasgow« denkt, so fallen einem natürlich sofort die beiden großen Klubs Celtic und Rangers ein. Der älteste (und damit nach landläufiger Lehre des Fußballtraditionalismus »traditionsreichste«) Fußballklub Glasgows ist aber der Queen‘s Park FC. Dieser wurde im Jahre 1867 gegründet und feiert am heutigen 9. Juli 2017 seinen 150. Geburtstag. ballreiter gratuliert und stellt den ungewöhnlichen und für die Entwicklung des Fußballs erstaunlich wirkungsmächtigen Verein vor. Queen‘s Park war die Keimzelle des schottischen Fußballs, schenkte Schottland die blauen Nationalelf-Trikots und das Nationalstadion Hampden Park.

Und erfand das Passspiel! Es gibt eine Entwicklungslinie vom Queen‘s Park FC im 19. Jahrhundert bis hin zum Tiki-Taka der Moderne bei Barça unter Pep Guardiola…

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Wir lesen Fußball: »ballesterer«

ballesterer-Hefte

Fast zwei Jahre nach dem Artikel über das auch 2017 noch stets vorzügliche Magazin »Zeitspiel« wird es mal wieder Zeit für Lektüreempfehlungen. In den fußballfreien Tagen der Sommerpause kann man sich schließlich entspannt mit einem kühlen Getränk draußen irgendwo hinsetzen und sich das lange Warten auf den Saisonbeginn mit guten Texten über unseren Lieblingssport ein wenig verkürzen.

Wir starten mit dem wohl besten deutschsprachigen Fußballmagazin: Dem »ballesterer«…

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Hornbostels Erben: 60 Minuten, und dann auch noch Chinesen!

Symbolfoto: Alles kaputt im Fußball! So wie hier das Bökelberg-Stadion während des Abrisses im März 2006. Die Älteren unter Ihnen werden sich noch an Waldorf und Statler erinnern, die beiden Alten auf dem Theaterbalkon in der Muppet-Show, die an nichts und niemanden ein gutes Haar gelassen haben. Die beiden Plüsch-Herren sind offensichtlich das Role-Model für die Erregungskultur des deutschen Fußballtraditionalismus. Diesmal am Start: 60 Minuten Spielzeit, RBL in der CL und eine chinesische U20…


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Hornbostels Erben: Das traditionalistische Investorentourette

Symbolfoto: Alles kaputt im Fußball! So wie hier das Bökelberg-Stadion während des Abrisses im März 2006. Investoren sind böse! Deshalb warnt der deutsche 50+1-Traditionalismus beharrlich, und mit dem Abstieg der Ismaik-Sechzger in der Relegation (und den daraufhin einsetzenden personellen Kalamitäten, die den Münchner Traditionsklub in die Regionalliga beförderten) hat das 50+1-Lager endlich seinen Modellfall für das Unheil, das aus jeglicher Investorentätigkeit im Profifußball zwangsläufig dräut…


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Podcast zum Thema »Bekämpft der DFB die Meinungsfreiheit?«

In der Linksammlung hatten wir schon den Text von Lennart Birth aka @slaukopp mit dem Titel »Bekämpft der DFB die Meinungsfreiheit?« verlinkt. Dieser »Longread« erzeugte ein ordentliches Echo auf Twitter und lange Kommentare, so dass 120minuten zum Thema noch einen Podcast nachlegte: Episode 7: »Bekämpft der DFB die Meinungsfreiheit?«.

Ich hatte die große Ehre, bei dem Podcast dabei sein zu dürfen. Es war eine sehr interessante Diskussion, die auch interessante Einblicke in die Arbeit der viel kritisierten DFB-Sportgerichtsbarkeit bot.

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Videobeweis: Da ist er endlich!

»São Paulo - Consolação: Estádio do Pacaembu - Museu do Futebol« from Wally Gobetz on flickr, CC BY-NC-ND 2.0

Im Oktober 2015 hatte ich beschrieben, wie mich die Rugby-Weltmeisterschaft zum Befürworter des Videobeweis im Fußball gemacht hatte. Als ich gestern abend DAZN einschaltete, um das Freundschaftsspiel Frankreich vs Spanien anzuschauen, wurde dieses unerwarteterweise zu einem »Meilenstein« der Modernisierung der altmodischsten und konservativsten Sportart von allen. Denn der Videobeweis spielte eine Hauptrolle…

[Foto: »São Paulo - Consolação: Estádio do Pacaembu - Museu do Futebol« on flickr by Wally Gobetz, CC BY-NC-ND 2.0 thanks!]

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Hornbostels Erben: Deadline-Day-Edition

Symbolfoto: Alles kaputt im Fußball! So wie hier das Bökelberg-Stadion während des Abrisses im März 2006. Was für eine Enttäuschung! Es stand wieder der halbjährliche hektische letzte Tag der Transferperiode an, der berühmt-berüchtigte »Deadline-Day«. Und es gab dieses Mal anlässlich dieses hektischen Transfertreibens praktisch keine fußballkulturpessimistischen Betrachtungen zu lesen. Aber immerhin, die obligatorischen Vokabeln wie »Kaufrausch« und »Wahnsinn« wurden wenigstens aufgefahren!

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Hornbostels Erben: Carlos Tevez und die Übersättigung

Symbolfoto: Alles kaputt im Fußball! So wie hier das Bökelberg-Stadion während des Abrisses im März 2006.

Es sind wohl diese in vielerlei Hinsicht finsteren Zeiten! Wie schon im Jahresrückblick 2016 angemerkt, der Fußballkulturpessimismus ist im Diskurs rund um das schöne Spiel auf dem grünen Rasen ein ganz heißes Ding. Die German Angst hat seit dem letzten Jahr endgültig auch den Fußball erreicht. Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht in einem Artikel das Ende und der Untergang des Fußballs, wie wir ihn kennen, heraufbeschworen und beklagt wird.

Dystopisches Denken über neue Entwicklungen im Fußball hat hierzulande eine lange Tradition. So stand schon im Spiegel Nr. 35/1963 kurz nach der Einführung der Bundesliga zu lesen:

»Der Oldenburger Landwirtschaftsrat Ernst Hornbostel, Vorsitzender des Norddeutschen Fußballverbandes, sann nach über die kommerzielle Bundesliga-Zukunft und fand: ›Ein ganzer Teil der Vereine, die heute mit stolzen Hoffnungen in die Bundesliga einziehen, werden bei Halbzeit ein schauerliches Erwachen erleben.‹«

Ernst Hornbostel ist somit der Urahn des modernen Fußballkulturpessimismus, ihm zu Ehren soll diese Rubrik fortan »Hornbostels Erben« heißen!

Deshalb startet dieses kleine Blog nun eine neue Artikelreihe, die in unregelmäßigen Abständen die neuesten fußballbezogenen Dystopien und Elegien sammelt und der geneigten Leserschaft zur gruseligen Unterhaltung präsentiert…

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Lokalrunde 2016 – Geh doch mal auf den Sportplatz!

Lokalrunde 2016 Bekanntlich hat ballreiter auch stets ein Herz für kleine Vereine und Ligen und schaut deshalb neben dem großen Fußball auch mal in den Stadien und auf den Sportplätzen kleinerer Vereine wie dem ASV Durlach, Germania Friedrichstal, KFC Uerdingen, TeBe oder dem bis ans Ende der Ligenstruktur durchgereichten Karlsruher FV vorbei. Und hält deshalb die nach dem Vorbild des englischen Non League Day durchgeführte LOKALRUNDE für eine gute Idee.

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Fan-Sein im 21. Jahrhundert

Ein interessanter Text bei »unusual efforts«: »Real, genuine, sincere love for the Premier League«. Autorin Alexandra Phelan wurde vor dem Fernseher in den heimischen USA zum glühenden Fan der Premier League und von Arsenal und sagt:

»Now, as I anticipate the start of the new Premier League season, I’m reminded of the beauty of the globalization of football (a beauty many don’t think about when they criticize the modern game).«

Auch wenn es den selbsternannten Gralshütern der »wahren« Fankultur nicht passt: Die Kommerzialisierung und Internationalisierung der großen Profi-Ligen wird immer mehr Fans produzieren, deren »Fan-Geschichte« so oder so ähnlich sein wird wie die von Alexandra. Fußball-Fan-Sein im 21. Jahrhundert ist nicht mehr nur »Allesfahrer in der Kurve der schon mit Vadder ins Stadion ging«. Die Globalisierung und das Internet eröffnen traumhafte neue Möglichkeiten. Fußball gucken und »Fan-Sein« werden von den Zwängen der Geographie befreit.

Die Wortführer der »organisierten Fanszenen« sprechen zunehmend nur noch für eine (zugegebenermaßen lautstarke) Minderheit und werden lernen müssen, dass die Vertretung ihrer Interessen zwar legitim ist, diese aber in vielen aktuellen Fragen (wie z.B. »Montagsspiele«) nicht die einzigen gültigen Interessen sind und sein werden…

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Eine Legende feiert Geburtstag: Jubiläumssportfest »125 Jahre Karlsruher FV«

Jubiläumssportfest: Karlsruher FV vs FC West 1:2

Was kaum jemand weiß: Karlsruhe ist die einzige Stadt Deutschlands, die in zwei Jahren hintereinander mit zwei verschiedenen Vereinen den Deutschen Fußballmeister stellte. Der Haken daran: Das ist schon ein Weilchen her. 1909 wurde der FC Phönix (einer der Vorgängervereine des Karlsruher SC, der ausgeschrieben bekanntlich »Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix« heißt) zum ersten und einzigen Male Deutscher Meister, 1910 folgte der Karlsruher FV (KFV).

Letzteren hat es im letzten Jahrzehnt übel erwischt. 2004 musste der KFV aus monetären Gründen vom Spielbetrieb abgemeldet werden und sein altehrwürdiges Stadiongelände verkaufen. Der Verein blieb aber im Vereinsregister, wurde drei Jahre später wiederbelebt und fristet seitdem sein Dasein in der untersten Spielklasse, der Kreisklasse C.

Nichtsdestotrotz: Der KFV ist immer noch da und feiert 2016 seinen 125. Geburtstag. Deshalb wurde gestern ein kleines Jubiläumssportfest mit zwei Freundschaftsspielen im Carl-Kaufmann-Stadion veranstaltet, und ballreiter war dabei. Zumal man damit auch einen lokalen Ground abhaken konnte, in dem normalerweise gar kein Fußball gespielt wird…

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Warum Nationalmannschaften im Profifußball des 21. Jahrhunderts überflüssig sind

»DSC04767 EURO2016 : FRANCE - ROUMANIE ; 10 JUIN 2016« von Sylvie Jr auf flickr, CC BY-NC-ND 2.0 Na, verehrte Leserinnen und Leser, haben Sie sich auch bei der großen Fußball-Sommerpausenüberbrückung, der Europameisterschaft in Frankreich, in zahllosen Spielen köstlich gelangweilt? Oder haben Sie mit den »edlen Wilden« des Turniers, dem Team aus Island, das sich zweifellos beeindruckend konsequent durch das Turnier gedarmstadtet hat, gefiebert und sind nun von einem elfenhaften lyrischen Außenseiterfantum beseelt?

[Foto: »DSC04767 EURO2016 : FRANCE - ROUMANIE ; 10 JUIN 2016« auf Flickr, CC BY-NC-ND 2.0 von Sylvie Jr. Merci!]

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»Team Marktwert« läuft auf den Platz!

Der Fußball im Nebel…

Im Januar begrüßten wir hier das Jahr des Feuer-Affens und schrieben in einer Meta-Betrachtung zum allgemeinen zeitgenössischen Fußball-Kulturpessimismus:

»Natürlich wird es Verlierer geben, denn wenn das Geld neue Vereine an die Spitze bringt, muss dafür auch jemand anderes hinunter. Aber so ist das halt im Fußball. Es gibt ständige Veränderung. Erkenschwick oder Herne waren einst auch die Verlierer jener Professionalisierung, die dann zur Gründung der Bundesliga führte.«

Das sehen einige aktuelle Bundesliga-Vereine wohl auch so und möchten nur ungern das Erkenschwick oder Herne des 21. Jahrhunderts werden. Deshalb gründeten sie nun, im Vorfeld der nächsten Runde des Bundesliga-TV-Rechte-Geschachers mit von Kalle R. und Co. erwarteten bekömmlichen Mehreinnahmen, das »Team Marktwert«!

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Tradition ist keine Tugend: Ältester spanischer Klub Recreativo de Huelva in Not!

Nuevo Colombino Stadium. Huelva, Spain. By Calapito on Wikimedia Commons, CC-BY 3.0

Wir wissen es ja: Die im Fußball vielbeschworene »Tradition« ist im Grunde nur eine Funktion der vergangenen Jahre seit der Gründung. Und Alter ist keine Tugend. Jüngstes Beispiel: Der älteste Fußballklub Spaniens, Recreativo de Huelva, steht vor dem Aus. 18 Millionen Euro Schulden sollen es sein, die den spanischen Traditionsverein und Drittligisten nun in Schwierigkeiten bringen. Deshalb wird nun in dramatischen Worten zum möglicherweise finalen Match in das Estadio Nuevo Colombino gerufen.

[Foto: »Nuevo Colombino Stadium. Huelva, Spain.« auf Wikimedia Commons von Calapito, CC-BY 3.0. Gracias!]

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Der fußballkulturpessimistische Feuer-Affe, oder: Ein Statement zur grassierenden Untergangsstimmung

Flutlichtmast im  Dens Park, Dundee FC, 2013 Die Festivitäten zur Inkrementierung der Jahreszahl haben wir, verehrte Leserinnen und Leser, hoffentlich gut überstanden. Nun schreiben wir also 2016 ins Datum und gehen in das chinesische Jahr des Feuer-Affens. Gemäß der fachkundigen Auskunft der Astro-Woche ist der Feuer-Affe (Zitat) »ein geschickter Typ, der voller Raffinesse steckt und stets seinen Vorteil im Auge hat«. Was dann ja irgendwie wieder mit Fußball zu tun hat…

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Pro Videobeweis, oder: Vom Rugby lernen heißt Gerechtigkeit lernen!

Bild: »Clignancourt RC vs Centrale PARC« von Christoph Cussat-Blanc auf flickr, CC BY-NC-ND 2.0

[Foto: »Clignancourt RC vs Centrale PARC« auf flickr von Chris CB Photographie, CC BY-NC-ND 2.0 thanks!]

»Der Rugby World Cup veränderte mein Leben!1!11!!!«

So würde man bei Heftig oder Buzzfeed schreiben. Denn bislang war ich ein Gegner jeglicher Technisierung der Schiedsrichterei des Fußballs, hielt »Videobeweis« und Co. für neumodisches Teufelszeug. Meine Horrorvision war ein durch ständige Unterbrechungen und Entscheidungsfindungen endlos in die Länge gezogenes Spiel, in das man dann, wenn man eh ständig unterbricht, auch gleich schön Werbepausen einbauen kann. Und schon wären wir Verhältnissen wie im American Football nahe.

Nun kam aber der Rugby World Cup mit den großartigen Übertragungen in Eurosport und die Rugby-Schiedsrichterei mit dem »TMO«. Und hat mein Leben verändert mich überzeugt.

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»Football without the fans is nothing« – Zum 30. Todestag von Jock Stein

Bild: Celtic Park, Glasgow, Plastik von Jock Stein vor dem Eingang Jock Stein war der legendäre Trainer von Celtic und der schottischen Nationalmannschaft. Auf der gesamten Insel wird Jock Stein als Trainerlegende verehrt, der Masse der deutschen Fußballfans ist er aber weitestgehend unbekannt.

Heute vor 30 Jahren, am 10. September 1985, starb Jock Stein während des Qualifikationsspiels zur Fußball-WM 1986 zwischen Wales und Schottland »im Dienst« als schottischer Nationaltrainer. Dass er buchstäblich die letzten Sekunden seines Lebens auf einem Fußballplatz verbrachte, ist typisch für einen Mann, der »den Fußball lebte« und über den Sir Alex Ferguson einmal sagte:

»I am proud to say that I knew Jock Stein as a manager, as a colleague and as a friend… he was the greatest manager in British football… men like Jock will live forever in the memory.«

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Deadlinedaygeschwängerte Kulturpessimismusattacken

Bild: Aufkleber mit dem Text: Glotze aus, Stadion an

Der (für deutsche Verhältnisse) dieses Mal recht ausufernd genutzte »Deadline-Day«, also der letzte Tag der sommerlichen Transferperiode, hat nicht nur einige teure Spielerwechsel mit erstaunlichen Ablösen gebracht, sondern auch eine publizierte Flut von kulturpessimistischen Betrachtungen über die Schlechtigkeit des Profifußballs als solchen.

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Fußlümmelei

Ein schönes »Langstück« (oder »Longread«, wie man heutzutage Texte nennt, die keine Info-Happen sind) bei 120minuten über die Entwicklung des Fußballs in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts: »Von der Fußlümmelei zum Massenphänomen«.

Karlsruhe war damals eine Metropole der »Fußlümmelei« mit den beiden (einzigen) Deutschen Meisterschaften 1909 für den FC Phönix (einer der beiden Vereine die 1952 zum Karlsruher SC fusionierten) und 1910 für den Karlsruher FV. Ein fußballhistorisches Erbe, das seitens der Stadt aber nicht gepflegt wird. Viel mehr werden die historischen Stätten abgerissen, überbaut und ein paar lieblose Gedenktafeln aufgestellt.

2006 hatte ich kurz vor dem Abriss in meinem alten Blog dem alten KFV-Stadion einen Besuch abgestattet.

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Wir lesen Fußball: »Zeitspiel«

Bild: Zeitspiel-Magazin

Wenn man keinen Fußball schaut, dann möchte man drüber lesen, klare Sache. Wer nicht nur im Kicker über den multinationalen globalen »Star-Fußball« lesen möchte, findet in »Zeitspiel, Magazin für Fußball-Zeitgeschichte« frischen Lesestoff jenseits der alltäglichen 1:0-Berichterstattung.

Die Mainstream-Berichterstattung über Fußball wird mehr und mehr ein Trauerspiel. Gerüchte, irrelevante Marginalien und Fußball-Star-Klatsch sind wichtiger als das Spiel und seine Hintergründe geworden. Ein schönes Beispiel dafür ist diese Woche das Gewese um Rudi Völler und Marcell Jansen

Glücklicherweise gibt es aber noch stets Publikationen, die wirklich über Fußball schreiben, wie eben »Zeitspiel«…

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Home Of Football

Der Sheffield FC, der erste Fußball-Klub der Geschichte, möchte nach 150 Jahren den Ground kaufen wo der Verein 1857 gegründet wurde. Und versucht das unter dem Motto »Bring Football back home« mit einem Crowdfunding zu finanzieren. Das große Ziel: »Host the 1st Amateur World Cup!« Im Jahre 2050.

Da ist »der ballreiter« dabei. Es gibt natürlich immer wichtigere Dinge als den Sportplatz eines Fußballklubs, wenden die kritischen Geister ein. Aber der Sheffield FC hat erstmals noch heute gültige wesentliche Regeln des Spiels aufgeschrieben. Und hält seit 1857 die ursprünglichen Werte des Spiels hoch. Solche, über die die Rangnicks, Rummenigges und Co. dieser Welt nur noch müde lächeln…

Hier geht es lang: »Support #theworldsfirst«.

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Trainingsauftakt, oder: Das Beste am Fußball

Bild: Alte Blockschriften vom Relegationsspiel verrotten.

Die Sommerpause ist eine seltsame Zeit. Wie man sie verbringt hängt vom Ergebnis der abgelaufenen Saison ab. Bei manchen enden langsam die Feierlichkeiten. Die meisten aber schütteln die Nackenschläge ab, und die kärglichen Überreste vergangener Möglichkeiten verrotten langsam in der Sommersonne. Tristesse macht sich breit, denn es gibt nur halbgar ausgeführte Freundschaftsspiele oder, in den ungeraden Jahren, öde Turniere der Nationalmannschaften aller nur denkbaren Altersklassen.

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