Bökelberg-Liebe stirbt nie!

Ballkultur

»Bökelberg-Liebe stirbt nie!«

Ein neues Feature im ballreiter: Features. Artikel ohne den direkten aktuellen Bezug, den ein typischer Blogartikel normalerweise ja so an sich hat.

Nicht nur alternde Rockbands legen ihre alte Sachen neu auf, wenn die Gegenwart außer Abstiegskampf nix bietet, sondern auch Fußballfans. Das erste »Feature« bietet eine Reise zum Mönchengladbacher Bökelberg im Jahre 2005, wenige Wochen bevor der Abriss begann…

Ein letzter Besuch…

Auf dem Bökelberg, Heimat der glorreichen Borussia von 1919 bis 2004, verbrachte ich in den 80ern und frühen 90ern meine Fußball-Jugend, in meiner Twitter-Bio steht ja nicht umsonst »Eine Jugend auf dem Bökelberg«. Mit Vater, Bruder, zahlreichen Mönchengladbachern Verwandten und Bekannten ging es jahrelang immer auf die Ostgerade, Block 28, wenn man herunterschaute links der zweite Wellenbrecher am Zaun.

Im Oktober 2005, kurz vor der Abriss begann, war ich auf Heimatbesuch im Westen und besuchte den Bökelberg ein letztes Mal. Natürlich mit der Kamera. Die Bilder veröffentlichte ich in meinem damaligen Fotoblog (sowas hatte man früher…). Das Fotoblog gammelt noch immer auf dem Server herum, ist aber natürlich auf dem damaligen Stand der Technik stehen geblieben. Deshalb wurden die Bilder noch einmal hier im ballreiter veröffentlicht, größer und schöner. Sozusagen »digitally remastered« wie ein neu veröffentlichtes Album der Rolling Stones von 1967:

»Mythos Bökelberg. Zu Besuch in einem verlassenen Stadion.«

Fun Fact: Anfang 2008 erschienen einige dieser Bilder in einem aufwändig produzierten Heftchen der Borussia-Ultras namens »umgehört«. Das Heftchen überlebte in der Form nicht lange. Bevor Heft #3 erscheinen konnte, kam ihnen ihre Fahne abhanden und sie »mussten« sich auflösen. So ist das, nichts ist für die Ewigkeit, kein Stadion und keine Ultra-Gruppe…

Der Bökelberg heute

Heute ist der ehemalige Bökelberg ein teures Wohngebiet, man findet dort schmucke Häuser mit exorbitant dicken Autos, die kaum in die schmalen Sträßchen und Auffahrten passen, die dort in den 16 Jahren seit dem Abriss entstanden sind.

Immerhin hat man eine Art Wall und ein Stück Rasen errichtet, das an das altehrwürdige Stadion erinnert (Blick auf die Südkurve 2005 und 2021):

Und ein kleines Denkmal, das den alten ikonischen Flutlichtmast, die Nordkurve und die alte Anzeigetafel nachbildet:

 

So war das einst und so ist das heute! Und nun viel Spaß beim »Feature« von 2005:

boekelberg gladbach

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