Scottish Premiership 2019/20: Die Saisonvorschau zum Meisterschaftsstart

Spielbetrieb

Scottish Premiership 19/20

It‘s been dunky‘s since a last saw ye, Scottish Premiership! Aber es nähern sich die Tage der Freude, denn am kommenden Wochenende startet die erste schottische Liga, die »Scottish Premiership«, in die Saison 2019/20!

Und es ist in diesem kleinen familiären Fußballblog eine Tradition (siehe 17/18, 16/17 und 15/16), eine kleine Saisonvorschau dazu bloggen. Nachdem die Vorschau im letzten Jahr »aus Gründen« ausfallen musste, ist sie nun wieder da. Macht ja sonst keiner! Wir schauen auf die Lage der Liga zum Saisonstart, wagen eine Prognose, wie die Saison 19/20 wohl enden wird, und werfen einen Blick auf alle 12 Vereine der Premiership. Denn die schottische Premiership ist mehr als nur Celtic und Rangers…

Die Scottish Premiership 2019/20

Die schottische Liga besteht aus 12 Teams und wird auch 19/20 in einem etwas obskuren Modus aus 33 Spieltagen und einer danach folgenden Teilung der Liga in eine Meister- und eine Abstiegsrunde mit weiteren fünf Matches ausgespielt. Zum zweiten Mal wird es nach dem Jahreswechsel eine dreiwöchige Winterpause geben. Spielausfälle wg. »waterlogged pitch« im nassen schottischen Winter hatten sich in den Vorjahren rund um den Januar gehäuft. Dazu wurde der Start des Liga-Pokals in den Juli vorverlegt.

Wie in jeder Saison seit der Liquidierung der alten Rangers im Jahre 2012 kann man vor der Saison guten Gewissens die Einschätzung aus der Vorschau 2017/18 recyclen:

»Nur in der deutschen Bundesliga ist die Frage nach dem kommenden Meister ähnlich leicht zu beantworten wie in Schottland. Natürlich wird der neue Meister auch der alte Meister sein…«

Celtic wurde 18/19 zum achten Mal hintereinander Meister und schickt sich an, in der kommenden Saison mit »Nine in a Row« die Voraussetzung für das in Schottland noch nie dagewesene »10 in a Row«, also 10 Meisterschaften nacheinander, zu schaffen. Auch wenn es gegenüber 10 anderen Teams natürlich hochgradig ungerecht ist: Die Frage »Schafft Celtic die ›10 in a Row‹ oder können die New Rangers das verhindern?« hängt als »Generalthema« über dieser Saison.

Nachdem Celtic im Jahre 1998 den Versuch der alten Rangers, zehnmal hintereinander Meister zu werden, in buchstäblich letzter Minute verhinderte, ist der ganze Verein heiß darauf, in der nächsten Saison diese Rekordmarke zu setzen. Und Fans und Akteure der New Rangers würden ihre Haustiere und Kinder in einem düsteren keltischen Ritual um Mitternacht auf einem schottischen Berg opfern, um genau das zu vermeiden.

Kleiner Rückblick auf 18/19

Die letzte Saison sah erneut eine Dominanz von Celtic. Die Bhoys räumten zum dritten Mal hintereinander (»Treble Treble«) alle drei Pokale (Meisterschaft, Pokal und Liga-Pokal) in den Trophäenschrank in Parkhead.

Um den Jahreswechsel, als Celtic eine kleine Schwächephase hatte, zum letzten Spiel des Jahres zu den New Rangers nach Ibrox musste und dort im vielleicht schlechtesten Spiel einer Celtic-Mannschaft in den letzten Jahren mit 0:1 verlor, gab es kurzzeitig die Illusion eines Meisterschaftsrennens. Rangers waren nach dem Sieg punktgleich mit Celtic auf Rang 2, Celtic hatte allerdings ein Spiel weniger. Die traditionell Rangers-nahe Mainstreampresse auf der Insel überschlug sich vor Freude, selbst deutsche Autoren (wie hier bei Sport1) zeigten sich begeistert und verfielen in den Uli-Hoeneß-Stil der Tabelleninterpretation, Zitat:

»Bahnt sich in der schottischen Premiership nach jahrelanger Celtic-Dominanz eine Wachablösung an? Der 38-jährige Gerrard schickt sich in seiner Debütsaison an, gleich auf seiner ersten Profistation sein Meisterstück zu machen. Aktuell thronen die Rangers punktgleich mit dem Erzrivalen an der Tabellenspitze.«

Doch das »Meisterschaftsrennen« und die »»Wachablösung« blieben erwartungsgemäß aus. Von den 12 Spielen nach der Winterpause verlor Celtic nur noch eines, bei Rangers am drittletzten Spieltag, als die Meisterschaft bereits entschieden war. Am Ende waren es wie in der Vorsaison 17/18 neun Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierten Rangers. Nicht einmal der überraschende Abgang von Trainer Brendan Rodgers Richtung Premier League im Februar konnte Celtic vom Weg zur Meisterschaft abbringen. Die »Rangers Revolution« – sie war 18/19 ausgefallen…

Im Schatten dessen spielte der Kilmarnock FC unter dem jetzigen schottischen Nationaltrainer Steve Clark eine überragende Saison und wurde Dritter. Und mit dem Dundee FC stieg auch das zweite Traditionsteam aus der Stadt am Firth of Tay sang- und klanglos ab…

Die zwölf Vereine

Hinweis: Die »interaktive« (man kann darin rumzoomen und verschieben) Karte zeigt die 12 Erstligisten als Pin auf der Karte, ein Klick auf das Wappen zeigt den Namen an. Ein Klick auf den Namen (auf der Karte oder in der Tabelle oben) springt zum Abschnitt über den Verein, mit dem jeweiligen Link »Zurück zur Übersicht« darunter kann man wieder hinauf zu Tabelle und Karte springen.

Prognose Team Pos. 18/19
1. Celtic 1.
2. The New Rangers 2.
3. Aberdeen 4.
4. Hibernian 5.
5. Motherwell 8.
6. Hearts 6.
7. Kilmarnock 3.
8. St. Johnstone 7.
9. Ross County Aufsteiger
10. Hamilton Accies 10.
11. Livingston FC 9.
12. FC St. Mirren 11.

Neue Saison, neues Glück! Die Tabelle zeigt die zwölf Klubs der Premiership 2019/20, in der wie immer mit einer geballten Ladung »ballreiter-Schottland-Fußball-Checkertum« prognostizierten Reihenfolge ihres Tabellenendstandes, dahinter steht zur Info der Endstand der letzten Saison 18/19.

Durch den Aufstieg von Ross County kehren die Highlands in die Premiership zurück. Bis auf ebenjene »Staggies« aus Dingwall und Aberdeen an der Küste im Nordosten sind alle Erstligisten im Larger Central Belt zwischen Dundee im Norden und Lanarkshire im Süden beheimatet, in dem 70% der Bevölkerung Schottlands lebt. Acht der 12 Erstligisten sind im Großraum rund um die beiden größten schottischen Städte Glasgow und Edinburgh beheimatet. Die Premiership ist also eine »Liga der kurzen Wege«. Aufwändig sind nur die Auswärtstouren in die Highlands zu Ross County im Winter…

Erstmals seit 1995 spielt kein Verein aus Dundee in der ersten Liga. Dundee United scheiterte in einem relativ jämmerlichen Elfmeterschießen am Wiederaufstieg, und der 200 Meter entfernte Lokalrivale Dundee FC stieg ab. Damit findet das berühmte Derby in Dundee in der kommenden Saison in der Zweiten Liga statt…

Ökonomisch ist die Scottish Premiership einer der »Verlierer-Ligen« der Entwicklungen im Fußball-Kapitalismus in den letzten Jahren. Lt. Transfermark hat die gesamte Liga einen Gesamtmarktwert von knapp 177 Mio Euro, etwas mehr als der Kader des FSV Mainz 05. Davon gehen 67 Mio auf den Kader von Celtic und 36 Mio auf den der Rangers. Vom Fernsehen gibt es gerade einmal 160 Mio. Pfund in fünf Jahren, im Vergleich zu den Ligen in England praktisch nichts.

Ablösen für Spieler zahlten bis jetzt nur Celtic (13 Mio.), Rangers (4,7 Mio.), Hibernian (280.000) und Aberdeen (140.000). Das ökonomische Gefälle der Liga findet sich natürlich auch so in der Tabelle wieder. Und es verwundert nicht, dass schottische Klubs sich in der kapitalistischen Moderne des Europapokals der Gegenwart schwer tun und durch alle Qualifikationsrunden gegen Teams aus Lettland, Bosnien und Luxemburg müssen…



Der Meister

Celtic

Celtic Park, Glasgow

Es war eine ereignisreiche Saison für Celtic! Zum achten Mal hintereinander wurden die Bhoys Meister. Zum dritten Mal hintereinander holten sie das »Triple« von Meisterschaft, Scottish Cup und Liga-Pokal. Und verloren mitten in der Saison Erfolgstrainer Brendon Rodgers an Leicester City. Dass am Ende wieder der gute alte Neil Lennon mit den drei Pokalen auf dem Rasen steht, hätte vor der Saison wohl niemand erwartet…

Auch wenn es Ende des Jahres kurzzeitig etwas enger wurde (s.o.): Letztendlich war die Meisterschaft von Celtic nie in Gefahr. Jedes noch so überlegene Team hat einmal eine schwächere Phase (siehe Bayern letzte Saison). Wenn es drauf ankommt, ist Celtic stets voll da. Die vielen »Last-Minute-Siege« in der Liga nach die Trainerwechsel und die guten Leistungen in den K.O.-Spielen der Pokalwettbewerbe zeigen das deutlich.

Nach Rodgers‘ Abgang im Februar kehrte Neil Lennon als Interim auf die Trainerbank zurück und wurde nach Saisonende offiziell zum neuen festen Celtic-Trainer auserkoren. Eine Entscheidung, die nicht allen gefiel. Die Art und Weise seines Abgangs bei Hibernian im Januar (mit den Stories über etwas gewalttätig verlaufene Spielersitzungen) und sein freiwilliger Abgang als Celtic-Trainer 2014, als ihm der Job zu langweilig geworden war, wirken da nach.

Nun ist Lennon aber da und hat als Celtic-Trainer auch 19/20 den besten Kader zur Verfügung. Grund zur Sorge ist höchstens das Qualitätsgefälle in seinem Team von »vorne nach hinten«. Celtic hat exzellenten Stürmer, offensive Flügelleute und ein bärenstarkes Mittelfeld. Die Abwehr könnte hingegen noch die eine oder andere Verstärkung vertragen, ebenso würde ein guter Torhüter nicht schaden.

Mit Boyata, Vereinslegende Mikael Lustig und Benkovic verließen drei Abwehrstammkräfte das Team. Insbesondere für den seit mehreren Transferperioden neuralgischen Rechtsverteidigerposten wurde nur der 28-jährige Hatem Abd Elhamed aus der israelischen Liga verpflichtet. Dazu kamen Boli Bolingoli von Rapid Wien für die linke Seite und für 8 Mio. IV Christopher Jullien aus Toulouse. In der Defensive ist Celtic »Stand heute« eher schwächer geworden. Außerdem steht seit Wochen ein Abgang von Linksverteidiger und Eigengewächs-Vereinsikone Kieran Tierney zu Arsenal im Raum…

Bärenstark bleibt das Mittelfeld mit Kapitän Scott Brown, Ryan Christie, Collum McGregor, Tom Rogic und Olivier Ntcham.

Im Angriff kehrte Leigh Griffiths nach seiner Auszeit zurück. Odsonne »French Eddy« Edouard, James Forrest, Scotty Sinclair, Nachwuchsmann Mikey Johnston und die Neuzugänge Vakoun Issouf Bayo und Marian Shved bilden eine sehr gute »Abteilung Attacke«.

Es ist kein Geheimnis, dass dieses kleine Blog mit einem grün-weißen Schal unterwegs ist, von daher kann das Saisonziel nur heißen: »Here we go, ten in a row!«

Auch ohne grün-weißen Schal ist Celtic natürlich Top-Favorit auf die Meisterschaft. Es müsste schon sehr viel schief laufen, wenn die vor der Saison groß tönenden New Rangers oder ein anderer Klub Celtic davon abhalten soll. Celtics überragende offensive Qualität, die Routine des schon Jahre gemeinsam Titel einsammelnden Kern der Mannschaft, der unbedingte Siegeswille und das historische Ziel »10 in a Row« vor Augen: Kaum vorstellbar, dass Celtic das vergeigt!

Der Spitzname Bhoys
Das Stadion Celtic Park, 60.411 Plätze
Der Trainer Neil Lennon
Der Topmann Odsonne Édouard, genannt »French Eddy«, 21-jähriger französischer Stürmer aus der Jugend von PSG. Kam im Sommer 2018 für 10 Mio Euro und ist bis heute Celtics Rekord-Einkauf.
Der Toptransfer Christopher Jullien, 1,90 Meter große Innenverteidiger-Kante, kam für 8 Mio. vom FC Toulouse.
Der Funfact Bis 1990 war Celtic das einzige Team, dass die Nummer der Spieler auf der Hose trug und nicht auf dem Rücken. 1990 wurde es aber Vorschrift der UEFA, die »Rückennummer« auch ebendort zu tragen. Und damit endete diese Tradition…
Die Prognose Meister, »9 in a Row«! Und in den beiden Pokalen müssen sie schon einen schlechten Tag haben, um auszuscheiden. Celtic wird auch 19/20 schwer zu schlagen sein…

Die Verfolger

New Rangers

Ibrox Park, das Stadion der Rangers. Bild: »ibrox gates« von Whitey1982, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 Die 2012 neu gegründeten Rangers und ihre Fans sind schon ein ganz eigenes Völkchen. Nach einigen Achtungserfolgen (zwei Siegen gegen Celtic) in der letzten Saison, aber einen am Ende trotzdem deutlichen Abstand zu Meister Celtic, sehen sie sich selbst als »bestes Team in Schottland« und Meisterschaftsfavoriten. Dabei hielt sich der Fortschritt der New Rangers unter Steven Gerrard eigentlich in Grenzen…

[Foto: »ibrox gates«, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 von Whitey1982, Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International, thanks!]

Denn auch wenn sie am Jahresende 2018 vorübergehend mit Celtic (bei einem Spiel mehr) punktgleich waren und den Serienmeister-Rivalen am Ende der Saison, als die Meisterschaft längst entschieden war, noch einmal schlagen konnten: Rein von den Zahlen her blieb die von den Hofschreibern in den schottischen Medien beim Amtsantritt von Liverpool-Legende Steven Gerrard ausgerufene »Rangers Revolution« aus. Gegenüber der Saison 17/18 unter Pedro Caixinha/Graeme Murty holten die New Rangers 18/19 genau zwei Siege und 8 Punkte mehr. Und am Ende waren es wie 17/18 neun Punkte Rückstand auf Meister Celtic.

Das größte Problem der Rangers 17/18 war die Disziplin. 6 Rote, 6 Gelb-Rote und 98 Gelbe Karten dezimierten Gerrards Team praktisch die ganze Saison hindurch. Auf das Konto von Top-Stürmer Alfredo Morelos gingen alleine 16 mal Gelb, 2 mal Rot und 3 mal Gelb-Rot. Darüber beschwerte sich Gerrard öffentlich, aber die Disziplin auf dem Spielfeld erscheint eigentlich als eine originäre Aufgabe des Übungsleiters…

Sportlich lebten die Rangers in erster Linie von Alfredo Morelos‘ Toren. Der 23-jährige Kolumbianer traf 30 mal in den gegnerischen Kasten und legte auch noch 11 Treffer als Vorlagengeber auf. Damit war er an der Hälfte aller Tore beteiligt. Wenn er mal wieder gesperrt war, lief offensiv im Rangers-Spiel wenig zusammen.

Wie schon erwähnt (s.o), die New Rangers werden alles versuchen, um Celtics »10 in a Row« zu verhindern. Deshalb gaben sie in der Sommertransferperiode nach Celtic das meiste Geld aus. Zweifelhaft, ob sie das wirklich haben…

3,9 Mio gingen nach Bologna für den schwedischen Innenverteidiger Filip Helander, 800.000 kostete der kantige George Edmundson, der aus der englischen League Two kommt. Um offensiv flexibler und unabhängiger vom undisziplinierten Morelos zu sein, verpflichteten sie den talentierten Youngster Jake Hastei von Motherwell, Mittelfeldmann Joe Aribo von Charlton und leihen den etwas großmäuligen (»I think Rangers are the best team in the league.«) Flügelspieler Sheyi Ojo vom FC Liverpool aus.

Ansonsten konnte Gerrard seinen Kader im Großen und Ganzen zusammenhalten. Lediglich einige Leihen von talentierten Youngstern endeten und Flügelmann Daniel Candeias verabschiedete sich Richtung Türkei. Somit erscheint der Kader bis jetzt auf dem Papier stärker als in der letzten Saison. »Bis jetzt«, weil es immer wieder Gerüchte um einen Abgang von Alfredo Morelos gibt. Aber auch mit Morelos ist der Kader nicht stark genug, um Celtic den Titel abspenstig zu machen.

Steven Gerrard steht in seiner zweiten Saison als Trainer unter Druck. Rang 2 ist das Minimum, denn eigentlich erwartet das Umfeld das Verhindern von Celtics »10 in a Row« und den ersten Titel der neuen Vereinsgeschichte in einem der drei Wettbewerbe. Gerrard muss das Disziplinproblem in den Griff bekommen, und mit Aberdeen und Hibernian stehen zwei Konkurrenten in den Startlöchern, die nur auf eine Rangers-Schwächephase warten, um sich Rang 2 zu holen. Kommt er damit zurecht, wird es wieder Rang 2 werden. Wenn nicht, könnte das auch seine letzte Saison als Rangers-Trainer sein…

Der Spitzname Gers. Auf der grünen Seite Glasgows: »Sevco«
Das Stadion Ibrox Stadium
Der Trainer Steven Gerrard
Der Topmann Alfredo Morelos. Der kolumbianische Stürmer war an der Hälfte der erzielten Tore beteiligt, irrlichtert mit seiner Flut von Gelben und Roten Karten aber stets zwischen Genie und Wahnsinn.
Der Toptransfer Filip Helander, stets grimmig dreinschauender schwedischer Innenverteidiger, für den Rangers fast 4 Mios nach Bologna überwiesen haben. Der teuerste Transfer der noch recht kurzen Vereinsgeschichte der New Rangers…
Der Funfact Während der Phase zwischen 1998 und 2013, in der die schottische 1. Liga als »Scottish Premier League« unterwegs war, überlebten fünf Klubs eine Insolvenz: Livingston, Hearts, Dunfermline, Motherwell and Dundee FC. Zwei wurden aufgelöst: Gretna und Rangers. Der aktuelle Verein ist eine Neugründung gleichen Namens aus dem Jahre 2012.
Die Prognose Rang 2. Es könnte aber eng werden. Und zwar in Richtung Aberdeen/Hibernian und Rang 3…
Aberdeen

Fassade des Stadions des FC Aberdeen. »Pittodrie Stadium‘s granite facade viewed from outside the Merkland Road stand«, Wikimedia Commons, Public Domain Rang 4 wurde es letzte Saison für den FC Aberdeen, die schlechteste Platzierung der letzten Jahre. Was die »Dons« aber nicht davon abhielt, Entscheidungen für die Zukunft zu fällen. Der Umzug in ein neues Stadion ist amtlich, wahrscheinlich wird die kommende Saison die letzte im altehrwürdigen Pittodrie Stadium sein. Und der Vertrag mit Langzeittrainer Derek McInnes wurde bis 2022 verlängert.

[Foto: »Pittodrie Stadium's granite facade viewed from outside the Merkland Road stand«, Wikimedia Commons, Public Domain von Discosebastian, thanks!]

McInnes wird im kommenden April sieben Jahre Trainer an der Nordseeküste sein, Platz 2 oder 3 war es unter seiner Regentschaft in der Abschlusstabelle immer. Letzte Saison war es zwar »nur« Rang 4, allerdings punktgleich mit dem Überraschungsteam Kilmarnock auf Rang 3.

Wie in den vergangenen Jahren gelang es den »Dons« nicht, in den »großen« Spielen gegen direkte Konkurrenten und die beiden Teams aus Glasgow zu siegen. Was für ein Resultat »ganz oben« notwendig wäre…

Mit Graeme Shinnie, Gary Mackey-Steven und Mark Reynolds verließen drei bewährte Kräfte den Verein. Dem stehen acht Neuzugänge gegenüber, die diese Verluste kompensieren sollten. Mit Curtis Main von Motherwell und dem Talent James Wilson von Manchester United holte sich McInnes zwei neue Mittelstürmer.

Der Rest des Teams blieb zusammen, auch wenn sich um Abwehrchef Scott McKenna dauernd Transfergerüchte Richtung England ranken. Auf dem Papier hat Derek McInnes wieder ein starkes Team zur Verfügung, das sich Rang 3 zurück holen sollte. Für Platzierungen weiter oben und um mal wieder etwas Silbernes zu gewinnen, müssten die Dons aber ihr Problem mit den wichtigen Spielen in den Pokalwettbewerben und gegen die beiden Klubs aus Glasgow ablegen…

Der Spitzname Dons
Das Stadion Pittodrie, 20.866 Plätze.
Der Trainer Derek McInnes
Der Topmann Sam Cosgrove, Mittelstürmer. Galt als eher hoffnungsloser Fall, schwang sich letzte Saison plötzlich zum Torjäger auf und machte damit in den Europa-League-Quali-Spielen gleich mal weiter…
Der Toptransfer Funso Ojo, defensiver Mittelfeldspieler aus der englischen League Two, für den Aberdeen sogar 140.000 € Ablöse zahlte.
Der Funfact Aberdeen gilt als der Erfinder der überdachten Trainerbank. In der 20er-Jahren wollte Trainer Donald Colman seine Spieler vom Spielfeldrand aus beobachten und sich Notizen machen, ohne dass diese vom Regen weggespült werden. Der FC Everton kam kurz nach der Einführung der neuen Bänke zu einem Spiel nach Pittodrie und nahm die Idee mit nach England.
Die Prognose Rang 3. Eine Steigerung gegenüber der Vorsaison ist aber nötig, sonst rückt Hibernian den Dons bedrohlich nah…
Hibernian

Hibernians Easter Road Stadium im Oktober 2016 Es sind neue Zeiten beim Hibernian FC aus dem Osten der Hauptstadt Edinburgh! Der amerikanische Medienunternehmer (und Hibs-Fan) Ronald Gordon übernahm die Anteile vom langjährigen Vorsitzenden Rob Petrie und machte den Klub mit einer Kapitalspritze auf einen Schlag schuldenfrei. Anders als beim Lokalrivalen Hearts regiert deshalb Optimismus und Vorfreude bei den Anhängern der Hibs.

»Not the old firm« schrieb: »Heckingbottom and his Hibs squad have a real chance to write themselves into the Easter Road history books this season.«

Der sportliche Aufschwung kam mit dem neuen Trainer Paul Heckingbottom. Er löste im Januar den jetzigen Celtic-Trainer Neil Lennon ab, der unter merkwürdigen Umständen gehen musste (oder ging, man weiß es nicht). Es gab Berichte über einen Spieleraufstand, nachdem Lennon seine Argumente bei einer Teambesprechung mit fliegendem Mobiliar unterfüttert haben und gegenüber Stürmer Kamberi sogar handgreiflich geworden sein soll…

Heckingbottom, der im Sommer 2018 bei Leeds United gehen musste, stabilisierte die Hibs und holte in den verbliebenen 12 Spielen der regulären Saison 7 Siege und verlor nur noch dreimal. In den letzten 5 Spielen der Meisterrunde blieben sie sieglos und vergeigten den möglichen Europacup-Rang 3, der Fortschritt gegenüber der Zeit unter Lennon war aber unübersehbar.

Der neue Trainer nutzte die aktuelle Transferperiode, um den Kader umzubauen. Diverse Leihverträge liefen aus und wurden nicht verlängert, ein Verlust ist aber nur der Abgang von Marc McNulty, der, für ein halbes Jahr vom FC Reading ausgeliehen, in 15 Einsätzen sieben Mal traf.

Verstärkungen holte sich der Engländer Heckingbottom aus den englischen Ligen. Die Offensivkräfte Christian Doidge und Joe Newell kommen ebenso aus der League One wie Mittelfeldstratege Josh Vela. Dazu kehrt Scott Allan von Celtic zurück, wo er sich nicht durchsetzen konnte.

Fast alle Leistungsträger der Vorsaison blieben. Ex-KSC-Stürmer Florian Kamberi dürfte ohne Lennon wieder zu alter Form finden, immerhin traf er auch letzte Saison trotz Formtief und Ärger mit Lennon 13 mal ins Netz. Mittelfeldstratege Stevie Mallan ist erst 23, spielte fast immer und war für 13 Tore und 11 Vorlagen gut. Vielversprechend ist auch der 19-jährige Verteidiger Ryan Porteous.

Es sieht so aus, als würde die »neue« Epoche der Hibs einen guten Start haben. Rang 4 und damit eine Platzierung vor dem Lokalrivalen Hearts ist sicher drin. Wenn es gut läuft, kann man vielleicht sogar Aberdeen angreifen und nach Europa ziehen…

Der Spitzname Hibs
Das Stadion Easter Road, 20.421 Plätze.
Der Trainer Paul Heckingbottom
Der Topmann Florian Kamberi. Der ehemalige KSC-Flop aus der Schweiz hat sich bei Hibernian zu einem Leistungsträger und Tojäger entwickelt.
Der Toptransfer Josh Vela, englischer Mittelfeldstratege von den Bolton Wanderers
Der Funfact Hibernian war der erste Klub von der schottischen Ostküste, der 1887 mit dem Scottish Cup einen Titel gewann. Außerdem waren sie 1977 der erste schottische Klub mit Trikotwerbung auf der Brust, was zu einem Boykott der TV-Anstalten führte…
Die Prognose Rang 4. Mit frischen Scheinchen und einem überraschend gut eingeschlagenen Trainer zeigt die Tendenz nach oben. Schwächelt Aberdeen, könnte sogar Europa winken…

Der Kampf um die Top-Sechs-Platzierung

Motherwell

Die alte Klinkerfassade von Motherwells altehrwürdigem Stadion Fir Park. Bild: »Fir Park« von Paul Macrae auf flickr, CC BY-NC-ND 2.0 Die »Steelmen« aus Motherwell, aus dem alten Kohle- und Stahlrevier Lanarkshire, schlossen die letzte Saison im Mittelfeld auf Rang 8 ab. Was nach einer miesen ersten Saisonhälfte (nur 5 Siege aus 19 Spielen), die sie in Reichweite des Tabellenendes brachte, durchaus ein Erfolg ist. Am Ende waren es 51 Punkte, weil das Team von Stephen Robertson nach dem Jahreswechsel plötzlich wie verwandelt auftrat.

[Foto: »Fir Park« auf flickr von Paul Macrae, Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Generic Licence, thanks!]

Zwei 20-jährige Youngster waren die Gesichter des sportlichen Aufschwungs. Jake Hastie, Eigengewächs der Steelman, kehrte im Januar aus einer Leihe zurück und spielte in der zweiten Saisonhälfte auf dem linken Flügel groß auf. Eine halbe Saison reichten ihm für 12 Tore und 7 Assists. Der gleichaltrige David Turnbull (»ein Typ wie Ballack« sagt BBC-TV-Experte Michael Smith über ihn) wurde aus der zweiten Mannschaft hochgezogen und entwickelte sich zum »Kopf« des Mittelfeldes. Auch bei ihm standen am Ende 15 Torbeteiligungen zu Buche.

Der Fluch der guten Taten: Einem Verein wie Motherwall werden solche Talente gleich weggekauft. Hastie trägt in der kommenden Saison das Trikot der Rangers und Turnbull sollte im Sommer zu Celtic wechseln. Was nach einem wochenlangen Wechseltheater an einer beim Medizincheck entdeckten Verletzung Turnbulls scheiterte. Manches Schlechte hat auch was Gutes. Denn dadurch fällt Turnbull zwar zunächst aus, könnte Motherwell aber nach Gesundung für den Rest der Saison erhalten bleiben.

Erfolgstrainer Stephen Robinson und sein Assistent Keith Lasley verlängerten im Sommer ihre Verträge bis 2022. Mit Liam Polworth kam ein vielversprechender Mittelfeldakteur von Inverness, mit dem dänischen ex-Nationalspieler Casper Sloth ein weiterer. Dazu kamen mit Chris Long (aus England) und Christy Mazenga (aus Belgien) zwei 24-jährige Mittelstürmer. Die stabile Defensive blieb weitestgehend zusammen.

Das sieht eigentlich ziemlich gut aus. Stephen Robertson führt seine Steelman in die Top Sechs der Tabelle. Wenn Hibs und/oder Aberdeen schwächeln, könnte es sogar noch weiter hinauf gehen.

Der Spitzname The Well, The Steelmen
Das Stadion Fir Park, 13.677 Plätze.
Der Trainer Stephen Robinson
Der Topmann David Turnbull. Wenn er bald fit wird und den Rest der Saison bleiben darf…
Der Toptransfer Liam Polworth, 24-jähriger zentraler Mittelfeldmann, der letzte Saison bei Inverness in der Championship eine herausragende Saison spielte und wohl schon als Turnbull-Ersatz verpflichtet wurde…
Der Funfact Im Januar 1954 gewann Motherwell gegen Dundee United mit 12:1, der höchste Sieg der Vereinsgeschichte. Wilson Humphries schoss sechs Tore, Kollege John Hunter deren vier…
Die Prognose Rang 5. Stephen Robertsons gute Arbeit wird diese Saison mit einem Platz in der ersten Hälfte belohnt…
Heart Of Midlothian

Die Haupttribüne des Tynecastle Stadium im Oktober 2016 Beim altehrwürdigen Klub aus der schottischen Hauptstadt Edinburgh gibt es kurz vor Saisonbeginn wieder einmal die in den letzten Jahren obligatorische Unzufriedenheit aus dem Fan-Umfeld zu vermelden. In den Spielen der Gruppenphase des Liga-Pokals in den letzten Wochen qualifizierten sich Leveins Männer zwar locker für die nächste Runde, im letzten Spiel gab es aber ein etwas peinliches Remis gegen den Drittligisten East Fife. Was dann für einige wieder Grund genug war, bereits vor dem ersten Spiel den Kopf des Trainers zu fordern

Das ist nichts Neues, Leveins Vorgängern Ian Cathro und Robby Neilson ging es im Grunde ähnlich. Seit dem Bankrott, Abstieg und direkten Wiederaufstieg haben sich die Hearts unter Präsidentin Ann Budge eigentlich hervorragend entwickelt und sind ein Daueraspirant für die Top Sechs. Das schafften sie mit Rang 6 in der letzten Saison und marschierten in das Finale des Liga-Pokals (das gegen Celtic verloren wurde). Die Finanzen sind wieder so gut, dass die Haupttribüne (so wie auf dem Foto sieht sie mittlerweile nicht mehr aus…) aus eigenen Mitteln umgebaut werden konnte und man es sich leisten kann, Spieler vom Kaliber Steven Naismith zu verpflichten. Trotzdem wabert rund um den Verein immer eine Wolke von latenter Unzufriedenheit. Und das könnte ein größeres Problem werden als das Personal auf dem Rasen.

Denn das sieht durchaus gut aus. Hearts konnten den schottischen Nationalstürmer Steven Naismith, dessen Vertrag bei Norwich ausgelaufen war, nach einer einjährigen Leihe fest verpflichten. Mit Craig Halkett wurde ein vielversprechendes Verteidigertalent aus Livingston geholt. Linksaußen Jamie Walker kam nach einem wenig erbaulichen Jahr bei Wigan reumütig zurück nach Edinburgh. Und mit Conor Washington kam ein Mittelstürmer von Sheffield United. Außerdem haben die Hearts einige vielversprechende Talente im Kader.

Letzte Saison starteten Hearts sensationell gut in die Saison, blieben mit 6 Siegen siebenmal ungeschlagen und lagen sogar sechs Punkte vor Celtic. Doch das konnte Leveins Team nicht halten, am Ende langte es zu Rang 6. Diese mangelnde Konstanz erinnert ein wenig an Gladbach unter Hecking. Pundits wie Michael Stewart sind überzeugt, dass es deshalb für Hearts unter Levein nie höher als Rang 5 oder 6 hinaus gehen wird. Was für Hearts aber eigentlich auch ein realistisches Ziel ist…

Der Spitzname Hearts, Jambos
Das Stadion Tynecastle, 20.099 Plätze
Der Trainer Craig Levein
Der Topmann John Souttar, 22-jähriger Innenverteidiger. Spielt schon in jungen Jahren routiniert und abgeklärt, was ihm Einsätze in der Nationalmannschaft verschafft hat.
Der Toptransfer Steven Naismith. Wenn der Stürmer gesund bleibt, ein Topmann für die schottische Liga.
Der Funfact Hearts wurden 1874 gegründet, sind aber als Verein möglicherweise noch älter, da es in alten Archiven Hinweise auf einen älteren Cricket- und einen Tanz-Klub gab. Das Mitglieder des Heart of Midlothian Dancing Club an der Gründung des Fußballklubs beteiligt waren, gilt als erwiesen…
Die Prognose Rang 6. Unter Craig Levein wird es für Hearts nie ein ganz großes Fiasko geben, aber auch keine Höhenflüge in europäische Sphären…
Kilmarnock

Rugby Park, das Stadion von Kilmarnock. Bild: »Rugby Park football stadium in Kilmarnock« von Tom Hodgkinson auf Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 Für den altehrwürdigen Kilmarnock FC aus der ehemaligen Schwerindustrie-Metropole in Ayrshire steht das »Jahr 1 nach Steve Clark« auf dem Programm. Im Oktober 2017 lag Killie auf dem letzten Platz und Trainer Lee McCulloch musste gehen. Nachfolger Steve Clark schaffte einen Turnaround und holte bis Saisonende noch 53 Punkte. Und konnte das Ergebnis 18/19 mit 67 Punkten und Rang 3 noch übertreffen!

[Foto: »Rugby Park football stadium in Kilmarnock« auf Wikimedia Commons von Tom Hodgkinson, Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Generic Licence, thanks!]

In einer »Steve-Clark-Tabelle« seit dem 11. Spieltag der Saison 17/18 fuhr Killie bombastische 120 Punkte (ein Schnitt von 1,8 Punkten pro Spiel) ein und wurde in den Abschlusstabellen der beiden letzten Spielzeiten Fünfter und Dritter.

Doch die schöne Zeit ist vorbei: Steve Clark wurde nach den desaströsen Auftritten der schottischen Nationalmannschaft unter Alex McLeish dessen Nachfolger und verließ Killie. Nachfolger wurde der Italiener Angelo Allessio, der unter Antonio Conte als Assistenztrainer bei Juve, der italienischen Nationalmannschaft und Chelsea gearbeitet hatte. Eine für Kilmarnock-Verhältnisse durchaus überraschend glamouröse Verpflichtung…

Doch Allessios Einstieg verlief denkbar unglücklich. Killie durfte als Dritter der letzten Saison die Europa-League-Quali spielen und schied sensationell gegen ein Halbprofi-Team namens »Connah’s Quay Nomads« aus Wales aus. Dazu radebrechte Allessio nach dem Spiel in schlechtem Englisch im TV herum, was in einem Land mit »die Welt soll gefälligst Englisch reden«-Attitüde gar nicht gut ankam.

Immerhin, das Team blieb weitestgehend zusammen. Alt-Star Kris Boyd beendete seine Karriere und konzentriert sich auf seinen Zweitjob als TV-Pundit. Namensvetter Scott tat es ihm gleich. Der flinke Linksaußen Jordan Jones wechselte zu den New Rangers.

Dem steht zwar erst ein Neuzugang gegenüber. Andererseits blieben aber erfahrene Leistungsträger wie Rechtsverteidiger Stephen O'Donnell, IV Kirk Broadfoot, Mittelfeld-Akteur Gary Dicker und Stürmer Eamonn Brophy an Bord und bilden einen soliden und erfahrenen Stamm.

Der große Unsicherheitsfaktor ist die Stimmung rund um den neuen Trainer Angelo Alessio, der von den einschlägigen Medien nach dem Europa-League-Desaster schon vor dem ersten Ligaspiel angezählt wird. Das wird sich legen. Killie wird wieder um die Top-Sechs-Position mitspielen und landet am Ende im Mittelfeld…

Der Spitzname Killie
Das Stadion Rugby Park, 17.889 Plätze.
Der Trainer Angelo Alessio
Der Topmann Stephen O'Donnell, rechter Verteidiger mit starken Leistungen, die ihn mit 27 noch in die Nationalmannschaft gebracht haben.
Der Toptransfer Da es erst einen gibt, kann das nur Mohamed El Makrini sein, 32-jähriger defensiver Mittelfeldspieler von Roda JC in den Niederlanden…
Der Funfact Killie feierte am 5. Januar 2019 den 150. Geburtstag und ist damit der älteste noch existierende professionelle Fußballklub in Schottland. Meister wurde man aber nur einmal: 1965
Die Prognose Rang 7. Die zwei Spielzeiten unter Steve Clark mit Rang 5 und 3 waren Ausreißer nach oben. Unter seinem Nachfolger wird wieder tabellarische Normalität in Kilmarnock einziehen…
St. Johnstone FC

Das Stadion von St. Johnstone in Perth. »McDiarmid Park« von Markus Schroeder auf flickr, CC BY-NC-ND 2.0 Die »Saints« aus Perth (St. Johnstone ist der bis ins 17. Jahrhundert übliche Name für Perth) schrappten letzte Saison knapp an einer Top-Sechs-Platzierung vorbei, gelten aber trotzdem als eine der grauesten Mäuse der Liga. Wenige Tore (die viertwenigsten 18/19) und intensive Abwehrarbeit sorgen stets für Punkte auf dem Konto, aber nicht für übermäßige Unterhaltung des Publikums.

[Foto: »McDiarmid Park« auf flickr von Markus Schroeder, Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Generic Licence, thanks!]

Langzeittrainer Tommy Wright (seit 2013 im Amt) schafft es immer wieder, mit geringen Mitteln ein Team zusammenzustellen, dass um eine Top-Sechs-Platzierung mitspielen kann.

Mit Stürmer Tony Watt, Flügelmann Blair Alston und Verteidiger Joe Shaughnessy verlor St. Johnstone aber gleich drei Stammkräfte. Diese wurden bis jetzt nicht ersetzt, an Neuzugängen gibt es noch nichts Nennenswertes zu vermelden. Außerdem verliefen die ersten Spiele im Liga-Pokal desaströs, die Saints wurden von den Drittligisten Forfar und Montrose in der Gruppenphase hinausgeworfen. Die Vorfreude auf die neue Saison hält sich in Perth in Grenzen…

Tommy Wright wird aber auch diesmal ein brauchbares Team auf den Rasen bringen. Deshalb wird St. Johnstone nicht in Abstiegsgefahr geraten, aber auch keine Heldentaten in der oberen Tabellenhälfte vollbringen. Eine graue Maus halt…

Der Spitzname The Saints
Das Stadion McDiarmid Park, 10.696 Plätze
Der Trainer Tommy Wright, seit 2013 im Amt!
Der Topmann Zander Clark, einer der stärksten schottischen Torhüter. Notorisch unterbewertet, weil er nicht bei Celtic oder Rangers spielt.
Der Toptransfer Aktuell gibt es erst vier Neuzugänge, davon zwei Torhüter (trotz Zander Clark). Da ist dann Madis Vihmann, Leihgabe von Flora Tallinn aus Lettland, der Top-Neuzugang. Aber es ist ja noch ein Monat Zeit für Transfers…
Der Funfact 1884 gegründet, dauerte es 130 Jahre, bis die Saints 2014 mit dem Scottish Cup den ersten und einzigen großen Titel gewannen.
Die Prognose Rang 8. Die Saints werden sich mit Killie, Motherwell und Hearts um eine Top-Sechs-Platzierung streiten, aber wohl den Kürzeren ziehen…

Der Abstiegskampf

Ross County

»Drochaid Chromba« von Màrtainn MacDhòmhnaill auf flickr, CC BY-NC 2.0 Nach einem Jahr in der zweitklassigen Championship kehrten die »Staggies« als Meister in die erste Liga zurück und sorgten dafür, dass die schottischen Highlands nach einem Jahr Pause (Nachbar und Erzrivale Inverness ist seit 2017 in der zweiten Liga versackt) wieder in der ersten Liga vertreten sind. In der spielen sie seit dem erstmaligen Aufstieg im Jahr 2000 fast immer und wollen dort natürlich bleiben…

[Foto: »Drochaid Chromba« auf flickr von Màrtainn MacDhòmhnaill, Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.0 Generic Licence, thanks!]

Die Staggies gehen mit einem großen Vorteil in die Saison, denn sie konnten ihre erfolgreiche Aufsteiger-Mannschaft weitestgehend zusammenhalten. Was gerade in der Anfangsphase der Saison ein Vorteil sein könnte. Die Torgaranten Billy McKay, Brian Graham und Josh Mullin bleiben ebenso an Bord wie Mittelfeldstratege Ross Draper. Das Trainerduo Steven Ferguson und Stuart Kettlewell kann also auf bewährte Kräfte vertrauen.

Und wenn es doch eng werden sollte, dann wird Chairman »Uncle Roy« MacGregor im Januar die Schatulle öffnen und für Verstärkungen sorgen. Den Abstieg 2018 nahm MacGregor auf seine Kappe und kündigte an, dass ihm das nicht noch einmal passieren wird…

Der Spitzname The Staggies
Das Stadion Victoria Park
Der Trainer Ein Duo: Steven Ferguson und Stuart Kettlewell
Der Topmann Josh Mullin, 26-jähriger offensiver Mann auf dem rechten Flügel, war mit 34 Torbeteiligungen in 41 Spielen einer der Erfolgsgaranten in der Aufstiegssaison.
Der Toptransfer Lee Erwin, Mittelstürmer, hat zumindest einen hohen Exotenfaktor. Denn der Spieler, der in der Jugend des FC Motherwell das Kicken lernte, kehrt von einem Gastspiel bei Tractor Sazi im Iran nach Schottland zurück…
Der Funfact »Ross County« ist kein Ort, sondern eine Region in den schottischen Highlands. Der Ort, in dem Ross County FC residiert, heißt Dingwall.
Die Prognose Rang 9. Die Staggies gehören im 21. Jahrhundert zum Stammpersonal der ersten Liga (seit 2000 nur zwei Spielzeiten nicht erstklassig) und haben den »Betriebsunfall Abstieg« gut überstanden. Und wenn es eng wird ist da ja noch »Uncle Roy«…
Hamilton Accies

Stadion von Hamilton Accies. Bild: »New Douglas Park, home of Hamilton Academical« von Alasdair Middleton auf Wikimedia Commons, CC BY 2.0 Nach dem überraschenden Aufstieg 2014 unter Spielertrainer Alex Neil war Hamilton Academical mit seiner erfrischenden »unschottischen« Spielweise und einer jungen Mannschaft aus dem eigenen Nachwuchs das schottische Lieblingsteam der Fußball-Hipster. Seit Neil 2015 nach England entfleuchte, hat sich das geändert. Jetzt sind die Accies die »Theresa May of Scottish football« und in jeder Saison einer der Topfavoriten auf den Abstieg.

[Foto: »New Douglas Park, home of Hamilton Academical« auf Wikimedia Commons von Alasdair Middleton, Creative Commons Attribution 2.0 Generic Licence, thanks!]

In der letzten Spielzeit konnte das Team der Zweiten Liga mal wieder entgehen, gefühlt wird es aber jedes Mal knapper. Der seit 2015 amtierende Dauer-Retter- und -Trainer Martin Canning musste gehen und wurde durch den ehemaligen Hibernian- und Nottingham-Spieler Brian Rice, für den der Job in Hamilton die erste Position als verantwortlicher Trainer ist, ersetzt. Ihm gelang in einem Herzschlagfinale im Kampf gegen St. Mirren der Sprung auf den rettenden 10. Platz.

Das große Problem war das Toreschießen. Lediglich 28-mal trafen die »Accies« in 38 Toren ins gegnerische Tor, selbst Absteiger Dundee traf öfter. Mikel Miller war mit kümmerlichen 8 Treffern der »Toptorjäger«.

Dazu wechselt mit Ziggy Gordon das »Herz der Mannschaft« in die australische A-League. Und die aktuell bekannten Neuverpflichtungen reißen nicht gerade vom Hocker. Man muss im Grunde hoffen, dass Spieler aus der traditionell starken Nachwuchsabteilung der Accies den Durchbruch schaffen. Das sieht nach einer schweren Saison aus…

Andererseits sieht es für Hamilton eigentlich immer nach einer »schweren Saison« aus und am Ende bleiben sie drin. So wahrscheinlich auch 19/20…

Der Spitzname Accies
Das Stadion New Douglas Park, 5.510 Plätze
Der Trainer Brian Rice
Der Topmann Mikel Miller, 23-jähriger Mittelstürmer, mit 8 Toren der Toptorschütze der notorisch torarm auftretenden Accies.
Der Toptransfer Der interessanteste Neuzugang ist Korede Adedoyin. Ein 18-jähriger Rechtsaußen, der vom FC Everton für ein Jahr ausgeliehen wird.
Der Funfact Die Accies wurden in der vorletzten Saison Opfer eines Betrugs mit »Voice Phishing«, der der Klubkasse einen Verlust von fast 1 Mio Pfund eingebracht hat…
Die Prognose Platz 10. Die sympathischen »Accies« schaffen es auch diesmal irgendwie, drin zu bleiben…
Livingston

Almondvale Stadium, Livingston, Wikimedia Commons CC BY 2.0 von daniel0685

Es war die Sensation der letzten Saison: Zweitligist Livingston FC, überraschend Zweiter in der Zweiten Liga, schlug in der Relegation den Erstliga-Vorletzten Partick Thistle und stieg in die Premiership auf. Der FC aus Edinburghs Trabantenstadt ist ein skandalumwitterter Verein. Insolvenzen, Punktabzüge wegen Steuervergehen, Verpflichtungen straffällig gewordener Spieler – bei Livi gibt es stets das volle Programm.

[Foto: »File:Almondvale Stadium, Livingston.jpg« von daniel0685, Creative Commons Attribution 2.0 Generic Licence, thanks!]

Nach dem Aufstieg im Sommer 2018 hat »Livi« drei Trainer verbraten. Eine gewisse Stabilität kam erst mit dem ehemaligen Kilmarnock- und Norwich-Spieler Gary Holt (nicht der Gitarrist von Exodus und Slayer) auf der Bank. Unter Holt hatte Livingston einen Lauf und spielte sich bis Weihnachten auf einen sensationellen vierten Platz hinauf. In der Rückrunde ließen sie ein wenig nach, hielten aber mit Rang 9 letztendlich souverän die Klasse.

Diese gute Saison zu wiederholen wird schwer. Denn die »Gesetze des Marktes« gelten auch in Schottland. Abwehrchef Declan Gallagher wechselte zu Motherwell. Seinen Nebenmann, den 24-jährigen Craig Halkett, zog es zu Hearts in die Hauptstadt Edinburgh. Torwart Liam Kelly wechselte zu QPR »down south«.

Dem stehen mit Robby Crawford (von Zweitligist Ayr United), Marvin Bartley (von Hibernian) und Nicky Walsall (aus der englischen League Two) eher unglamoröse Neuzugänge gegenüber. Andererseits ist Gary Holt ein guter Trainer, er wird es schon richten. Es wird ein enger Kampf mit Hamilton Accies um Rang 10, den Livi aufgrund Hamiltons Erfahrung mit diesen Dingen verlieren wird und folgerichtig in die Relegation muss…

Der Spitzname Livi, The Lions
Das Stadion Almondvale Stadium aka »Toni Macaroni Arena«, 8.716 Plätze
Der Trainer Gary Holt
Der Topmann Scott Pittmann, 27-jähriger Spielmacher im offensiven Mittelfeld, ist »Dreh- und Angelpunkt« von Livis Offensivspiel
Der Toptransfer Marvin Bartley, Routinier zur Stabilisierung des defensiven Mittelfelds
Der Funfact Der Klub wurde 1943 in Edinburgh als Ferranti Thistle gegründet und spielte dann als Meadowbank Thistle ebendort. 1995 zog er um in die in den 60er-Jahren hochgezogene Trabantenstadt Livingston und ist seitdem als Livingston FC am Start.
Die Prognose Platz 11. So souverän wie in der letzten Saison wird Livi nicht die Klasse halten, sie werden auf dem Relegationsrang 11 nach den 38 Spieltagen Überstunden in der Relegation machen müssen…
FC St. Mirren

Paisley 2021 Stadium, St Mirren FC 2017, CC BY-SA 4.0, Fragglerock52 auf Wikimedia Commons Der FC St. Mirren war 2018 überaus souverän in die Premiership aufgestiegen. Dem sofortigen Wiederabstieg entkam der Aufsteiger aus der westlich von Glasgow gelegenen Stadt Paisley (berühmt für das Kloster Paisley Abbey) aber erst in letzter Sekunde mit einem dürren 2:0-Sieg in einem der schlechtesten Elfmeterschießen der Fußballgeschichte im entscheidenden Relegationsspiel gegen Dundee United.

[Foto: »File:Paisley 2021 Stadium, St Mirren FC 2017.jpg« von Fragglerock52, Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International Licence, thanks!]

Zu Beginn der Saison 18/19 hatten die Saints ihren Aufstiegstrainer Alan Stubbs zur Belohnung entlassen und Oran Kierney aus Irland verpflichtet. Zum Jahreswechsel lag St. Mirren nach 17 Spieltagen mit kümmerlichen 9 Punkten gemeinsam mit dem späteren Absteiger Dundee am Tabellenende. Eine Aufrüstung des Teams mit Leihspielern in der Januar-Transferperiode brachte genau den kleinen Qualitätsvorteil, der die Saints letztendlich auf dem vorletzten Relegationsrang 11 enden ließ.

Der Sommer sah einen erneuten Trainerwechsel kurz vor Saisonbeginn, wg. Unstimmigkeiten über den Erstwohnsitz von Trainer Oran Kierney wurde dieser abgelöst und durch die St-Mirren-Spielerlegende Jim Goodwin ersetzt.

Der Trainer ist aber bis jetzt der prominenteste Neuzugang. Die Leihspieler vom Januar sind allesamt weg und bis jetzt verpflichteten die Saints nur den 31-jährigen Franzosen Tony Andreu, der sich schon länger auf Wanderschaft zwischen schottischen und englischen Vereinen befindet, und den 22-jährigen Oan Djorkaeff von der zweiten Mannschaft des FC Nantes. Dessen größte »Heldentat« ist es bis jetzt, der Sohn von Youri Djorkaeff zu sein…

Auf dem Papier hat St. Mirren den schlechtesten Kader, der das in den Liga-Pokal-Spielen auch eindrucksvoll unter Beweis stellte. Und Pech kommt auch noch dazu: Im Liga-Pokal verletzte sich Stürmer Cody Cooke am Knie und wird neun Monate ausfallen. Damit hat St. Mirren nur noch einen Mittelstürmer im Kader…

Die Saints werden in allen Saisonvorschauen als Abstiegskandidat Nummer 1 gehandelt. Wohl zu Recht, wenn nicht noch überraschende Verstärkungen eintrudeln. Eine schwere Aufgabe für Jim Goodwin in seinem ersten Trainerjob in der ersten Liga…

Der Spitzname The Saints
Das Stadion St Mirren Park, 8.023 Plätze
Der Trainer Jim Goodwin
Der Topmann Danny Mullen, 24-jähriger Stürmer, auf den die Hoffnungen der Saints in Sachen »Tore« ruhen…
Der Toptransfer Oan Djorkaeff. Wegen des Namens…
Der Funfact Saint Mirren ist kein Ort. Der Klub ist nach dem Stadtpatron von Paisley, dem Heiligen Mirin, einem irischen Mönch und Missionar aus dem 6./7. Jahrhundert, benannt.
Die Prognose Platz 12. Das Glück wurde spätestens mit dem Elfmeterschießen in der Relegation aufgebraucht, diesmal steigen die Saints ab…

Schottische Liga auf dem Bildschirm

Die Lage in Sachen »schottischer Fußball auf deutschen Bildschirmen« war in der letzten Saison ein Desaster. Nach dem Bankrott des Auslandsvermarkters der schottischen Liga SPFL hatte DAZN die Premiership nicht mehr im Portfolio, gleiches galt für Laola1 und Sport1+. Ergebnis: Auf Sendern und Streaming-Portalen für den deutschsprachigen Markt blieb der Schirm in Sachen Schottenfußball dunkel.

Nachdem die die SPFL einen neuen Auslandsvermarkter gefunden hatte, entspannte sich die TV-Lage erst gegen Ende der Saison, als DAZN wieder einstieg. Gemäß der damaligen Verlautbarung gilt dieser Einstieg für die nächsten Spielzeiten, deshalb wird es in der kommenden Saison wieder Spiele bei DAZN zu sehen geben. Am ersten Spieltag zeigt DAZN am Sonntag die Begegnung Kilmarnock gegen Rangers.

Kurze Zusammenfassungen aller Spiele, wenn auch meistens nur aus den Toren bestehend, findet man im offiziellen Youtube-Channel der schottischen Liga SPFL.

Daneben unterhalten die großen Vereine noch eigene Pay-Video-Plattformen für die Spiele, die nicht im TV übertragen werden. Besonders Celtic tut sich da mit seinem Celtic TV hervor, hat allerdings auch »gesalzene« Preise…

Los geht's!

Genug der Vorrede, nun freuen wir uns auf die neue Saison in Schottland. Diese ist in ihrer »bodenständigen rohen Exotik« irgendwie etwas ganz besonderes im bunten Strauß der europäischen Fußball-Ligen, auch wenn dort nicht der ganz große Fußball zu Hause ist.

In Schottland wurden natürlich auch diverse Saisonausblicke verfasst, hier sind einige lesenswerte:

Natürlich wird vieles ganz anders enden als hier und anderswo prognostiziert. Im Zweifelsfall gilt im Fußball bei jeder Prognose: Ah dinnae ken! (Ich weiß es nicht.)

premiership saison-2019-2020 schottland celtic fitba-diary

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