Schützenfest im Badenpokal: FC 08 Neureut vs FC 07 Heidelsheim 3:6 – 21.7.2019

Stadion

FC 08 Neureut vs FC 07 Heidelsheim 3:6

Das zweite Spiel des sonntäglichen Sportplatz-Saisonauftakt-Doppel-Headers war das Landesliga-Duell im badischen Verbandspokal zwischen dem FC 08 Neureut und dem FC 07 Heidelsheim. In einem torreichen Spiel vergeigte der heimische Aufsteiger eine 3:0-Führung und kassierte am Ende eine deutliche 3:6-Schlappe gegen den Bruchsaler Verbandsliga-Absteiger.

FC 08 Neureut vs FC 07 Heidelsheim 3:6

Das Match bot eine besondere Konstellation: Es traf der Aufsteiger aus der Kreisliga in die Landesliga FC 08 Neureut (ein Stadtteil von Karlsruhe, näheres zu Neureut gab es beim Erstbesuch in der letzten Saison zu lesen) auf den Absteiger aus der Verbandsliga in die Landesliga, den FC 07 Heidelsheim (ein Stadtteil von Bruchsal, auch da waren wir in der letzten Saison).

Für den heimischen Aufsteiger war das Erstrundenmatch im Badenpokal also schon ein kleiner Vorgeschmack auf das, was sie in der höheren Spielklasse (8. Liga) erwartet…

Für einen »Pokalknaller« zweier Ligakonkurrenten war ziemlich wenig los draußen in Neureut. Schätzungsweise 70 bis 100 Zusehende wollten bei dem Match dabei sein. Die sollten eine denkwürdige Partie sehen, die sich nicht nur formal in zwei Hälften präsentierte.

Die erste Hälfte gehörte den Hausherren. Der von Stefan Wimmer, Sohn der KSC-Torwartlegende Rudi Wimmer und selbst einmal Torhüter des KSC in der Bundesliga, gecoachte FC Neureut war der Chef auf dem Rasenviereck. Im Mittelfeld der Gäste gab es Löcher so groß wie Mondkrater, was die Neureuter Akteure weidlich ausnutzten. Innerhalb von 12 Minuten schraubten Yannick Frey (15., spazierte halbrechts durch den Strafraum und drückte die Kugel rein), Robin Borrmann (23., ein Schuss aus spitzem Winkel, weil die Innenverteidigung den Ball nicht wegbekam) und erneut Yannick Frey (27., kniehoch mittig reingedrückt nach einer schönen Flanke vom rechten Flügel) das Ergebnis auf 3:0!

Der beobachtende Fußballblogger überlegte sich schon, ob er sich aufs Fahrrad schwingen und zum nächsten der an diesem Sonntagnachmittag zahlreich stattfindenden Pokalmatches radeln sollte. Eine innere Stimme sagte aber »3:0 ist hoch, aber dat Ding ist trotzdem noch nicht durch…«

Eine innere Stimme sagte auch Heidelsheims Trainer Marcel Martin, dass er etwas an seiner Defensive ändern muss. Also verabreichte er seinen beiden Innenverteidigern die berühmt-berüchtige »Höchststrafe« und wechselte sie nach 30 Minuten aus.

Das war eine gute Idee, denn fortan war es ein anderes Spiel. Heidelsheim stand nun besser und hatte noch nicht aufgegeben. Begünstigend kam hinzu, dass unmittelbar nach den Wechseln Lukas Durst mit einem schönen Solo das 3:1 erzielte. Wodurch das Match zur Pause durchaus wieder ein wenig offen war…

Wildentschlossen kamen die Heidelsheimer aus der Kabine zurück. Fortan gab es nur noch ein Spiel auf ein Tor. Nämlich dass der Neureuter. Diese verteidigten ihren Vorsprung zunächst noch wacker, aber sie hatten ihre Körner wohl schon in der ersten Halbzeit alle aufgebraucht. Mitte der zweiten Hälfte ließen die Kräfte langsam nach und die Gegentore fielen zwangsläufig.

Nachdem Marcel Matic in der 72. Minute mit einem schönen Schuss aus 20 Metern das 3:2 erzielte, schlugen die Bälle im Minutentakt in das Tor des bedauernswerten Neureuter Schlussmanns David Pepler ein. Lukas Durst (75.), Eres Karamanli (78., ein schöner direkter Freistoß, siehe Video unten), Driton Shema (83.) und Robin Hiller (87.) schraubten das Ergebnis auf 3:6.

Ein 3:0 vergeigt und in eine 3:6-Packung umgewandelt – die Neureuter stapften ziemlich bedient vom Platz…

Fazit: Ein Spielverlauf, wie man ihn nicht alle Tage sieht. Nach einer 3:0-Führung der Neureuter schien das Match entschieden, doch die Gäste drehten die Begegnung noch und fuhren einen nach 30 Minuten kaum für möglich gehaltenen Kantersieg ein. So ist Fußball! Manchmal zumindest…

 

(Bewertung: Grauenvoll | Schlecht | Geht so | Gut | Exzellent)

Impressionen

Ein schöner direkt verwandelter Freistoß von Enes Karamanli zum 3:4.
 

Neureuts Keeper David Pepler ahnt noch nicht, was ihn in HZ 2 erwartet…

Abpfiff eines denkwürdigen Matches…

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