Spielbetrieb

Pleite in Haching: Ruhe bewahren, Karlsruhe!

»Tribüne« von Casey Hugelfink auf flickr, CC BY-SA 2.0

Das war jetzt nicht gerade ein Traumstart! Nach dem 2. Spieltag der Dritten Liga hat der KSC nur einen kümmerlichen so gerade noch erkämpften Punkt auf der Habenseite. Beim Auswärtsspiel am zweiten Spieltag in Unterhaching gab eine 2:3-Niederlage nach einer Defensivleistung, die an das Katastrophengekicke der letzten Saison erinnerte. Die Aufbruchstimmung aus der Vorbereitung ist schon wieder weg, in Social Media und den einschlägigen KSC-Diskussionsorten im Internet wird schon wieder der Trainer in Frage gestellt. Und in der Tat, an einen »Aufstiegsfavoriten KSC« erinnerte in den ersten beiden Spielen nicht viel!

[Foto: »Tribüne« auf flickr, CC BY-SA 2.0 von Casey Hugelfink, Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Generic Licence, thanks!]

SpVgg Unterhaching vs KSC 3:2

Trainer Marc-Patrick Meister hatte bei der Niederlage in Unterhaching ein weiteres Mal die Braunschweig-Elf auf den Rasen gebracht. Nach dem Spiel sollte es aber vorerst das letzte Mal sein. Die Abwehr funktioniert in dieser Zusammensetzung überhaupt nicht. Torhüter Uphoff wirkt auch in seinem dritten Spiel als Stammkraft leicht unsicher. Die Innenverteidigung Stoll und Pisot sah gegen die wuseligen Unterhachinger Offensivkräfte ein ums anderes Mal noch älter aus, als sie ist. Außenverteidiger Bader öffnete seine Seite in einer bemerkenswert lustlos wirkenden Vorstellung regelmäßig für die Unterhachinger Flügelläufe. Das zentrale Mittelfeld mit Bülow und Hofmann ist für eine Mannschaft, die in dieser Dritten Liga nun einmal als Favorit auftreten muss (weil die Gegner den KSC als Favorit sehen und entsprechend abwartend-defensiv auftreten) zu defensiv und spielerisch zu limitiert. Das Offensivspiel hängt in dieser Formation praktisch nur an Fink und (mit Abstrichen, er tauchte in Haching auch gerne mal für ein paar Minuten unter) Camoglu. Weswegen die Spitze DSE in der Luft hing und kaum Bälle zu sehen bekam. Mit Schleusener im Sturm ging es spielerisch gleich besser, nur fehlt ihm (wie man an den zwei vergebenen Großchancen sehen konnte) die Abschlussqualität eines Stroh-Engel…

Somit haben wir nun früh in der Saison schon eine Art »Woche der Wahrheit«. Am Mittwoch spielt der KSC erneut auswärts bei der zweiten Mannschaft von Werder Bremen, und am Samstag gastiert der zum Saisonstart enorm stark aufspielende SV Wehen Wiesbaden (Tabellenführer mit 6 Punkten und 5:0 Toren aus 2 Spielen!) im Wildpark. Nach diesen beiden Spielen sollte eine Verbesserung zu sehen sein, sonst wird es schon früh in der Saison unruhig in Karlsruhe…

Ruhe bewahren, Karlsruhe!

Nichtsdestotrotz sollte man zunächst einmal Ruhe bewahren. Wie schon letzte Woche geschrieben, wir haben es mit einer komplett neu formierten Mannschaft zu tun. Trainer Meister kann auf keinerlei Erfahrungen aus der letzten Saison zurückgreifen, sondern muss die Mannschaft »aus dem Stand« in wenigen Wochen neu aufstellen. Und das gegen deutlich eingespieltere Gegner. Von daher sollte man etwas Geduld haben und Meister 10 Spiele geben, bevor man seine Arbeit bewertet. Was bei Ausbleiben von kurzfristiger Punkteausbeute aber ein frommer Wunsch bleiben wird…

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