Gladbach zwischen zwei Pokalen

Spielbetrieb

AufAufAuf-Deko am Borussia-Park im Sommer 2015 Es wurde endlich wieder ernst für die Fohlenelf. Und mit einem 3:1-Auswärtssieg im ersten Pflichtspiel der Saison bei den BSC Young Boys ist die erneute Teilnahme an der Champions-League-Gruppenphase so gut wie sicher. Auch wenn der Auftritt von der Brillanz der letzten Saison noch ein ganzes Stück entfernt war, so gingen die Fohlen das Spiel ernsthaft und konzentriert an und siegten am Ende »standesgemäß«…

BSC Young Boys vs Borussia 1:3

Vor dem Spiel löste die Bekanntgabe der Aufstellung einiges Erstaunen aus. Kein Dahoud, kein Hahn, und eine reine Defensiv-Doppel-Sechs mit Hoffenheim-Neuzugang Strobl und dem Heimkehrer Kramer.

Da im Fußball bekanntlich der Siegreiche immer im Recht ist, war das wohl genau die richtige Elf. Der Spielverlauf war auch optimal, schon die erste Chance war drin: Raffael besorgte in der 11. Minute die 1:0-Führung, und was für ein schönes Tor das erste Pflichtspieltor der Saison gleich wieder war…

Danach schaltete die Fohlenelf in einen Verwaltungsmodus. Sie dachten wohl, sie wären Bayern München. Die Young Boys versuchten den Ausgleich zu erzielen, fast immer mit langen Bällen auf den großen Mittelstürmer Hoarau. Was nur einmal kurz vor der Pause gefährlich wurde, ansonsten unterband die defensivstarke »große« Doppelsechs Strobl/Kramer erfolgreich die langen Bälle auf den ex-PSG-Stürmer.

Nach der Pause wurde Borussia nachlässig, was dann prompt zum 1:1-Ausgleich durch Sulejmani führte. In dieser Phase verloren die Fohlen viele Zweikämpfe, das Spiel drohte zu kippen.

Aber André Schubert hatte ein glückliches Händchen. Er wechselte André Hahn ein, und 140 Sekunden später führte der erste gute Angriff der Borussia in der zweiten Hälfte zur erneuten Führung. Torschütze Hahn stand allerdings im Abseits, auch wenn es eine unübersichtliche Situation war die zunächst so aussah, als hätte ein YB-Spieler den Ball auf Hahn gespielt. Pech für YB, Glück für Borussia…

Damit war das Spielglück endgültig auf Seiten der Borussia, Raffael machte zwei Minuten später mit dem 3:1 alles klar, auch wenn die UEFA daraus ein Eigentor machte…

So hatten die Spieler auf dem Rasen und die gut 8.000 mitgereisten Borussen-Fans einen schönen und stimmungsvollen CL-Abend im neuen Wankdorf-Stadion zu Bern erlebt…

Die Lage

Die Mission »Champions-League-Qualifikation« für die so wichtige Teilnahme an der CL-Gruppenphase ist damit so gut wie sicher; dass YB das 1:3 im Rückspiel im Borussia-Park noch aufholt, erscheint eher unwahrscheinlich.

Der Eindruck des Spiels ist zwiespältig. Natürlich ging es im Auftaktspiel der Saison gleich um »Alles«, denn wenn Borussia dieses eher einfache Los nicht genutzt hätte, wäre auch im (in dieser Hinsicht eigentlich eher idyllischen) Gladbach die Saison gleich einmal mit einer gewissen Missstimmung gestartet.

Deshalb kann man wohl hier das berühmte Zitat vom Pferd auspacken, das nur so hoch springt wie es muss. Das war ein reines Ergebnisspiel, »schön« musste es nicht sein. Und das Glück dieser CL-Runde (mit »gesetzt werden« für die Play-Offs und dann einen der leichteren Gegner zugelost bekommen) scheint anzuhalten.

Von daher ist erst einmal alles gut. Nicht zu übersehen waren aber Defensiv-Schwächen in der Dreierkette mit Christensen, Elvedi und Jantschke. Beim Gegentor war wieder Christensens (wahrscheinlich einzige) Schwäche zu bewundern, er geht gerne zu zaghaft in Zweikämpfe. Dazu kam, dass die Außenspieler Traoré und Wendt oft nicht schnell genug zurück kehrten, um die Defensiv-Fünferkette zu bilden. Und das Doppelsechspaar Strobl/Kramer stand meistens defensiv solide. In Sachen Kreativität nach vorne zur Spieleröffnung war das aber, vergleicht man das mit Xhaka/Dahoud letzte Saison, fast gar nichts…

Als nächstes steht am Wochenende die erste Runde im DFB-Pokal an. Die Fohlenelf muss zum Nord-Regionalligisten SV Drochtersen/Assel. Auch das Spiel ist wieder eines der Kategorie »Weiterkommen, egal wie«, Hauptsache nicht der »Depp der Pokalrunde« werden. Da werden wir sicher auch personell eine andere Borussia sehen, denn der aktuelle Kader hat zwar Qualität in der Spitze verloren, ist aber sehr breit aufgestellt und bietet ausreichend Personal zum Rotieren ohne großen Qualitätsverlust.

gladbach BSCYB saison-2016-2017 championsleague

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