Historischer erster Champions-League-Heimsieg: Borussia vs FC Sevilla 4:2

Spielbetrieb

Bild: Borussia-Park Was für ein Abend, was für ein Fußballfest! Mit 4:2 gelang der Borussia an einem berauschenden und an die glorreichen alten Zeiten erinnernden Europapokalabend gegen den FC Sevilla der historische erste Sieg in der Champions League!

Die Fohlenelf kletterte auf Rang 3 der Tabelle in der Gruppe D und hat am letzten Spieltag noch alle Chancen auf ein Überwintern im Europapokal.

Die obligatorische Europapokal-Choreo

Wie immer zelebrierten die Borussia-Fans das Champions-League-Heimspiel mit einer großen Choreo, die an gewonnene Europapokalschlachten der Vergangenheit erinnerte:

Unter anderem an den letzten Europapokal-Heimsieg gegen eine spanische Mannschaft, das glorreiche 5:1 gegen Real Madrid 1985 im kapazitätsbedingten Exil des Düsseldorfer Rheinstadions. Der junge Herr Ballreiter war damals dabei gewesen, lang lang ist es her…

Das Spiel

Nach der Sperre gegen Hannover kam Kapitän Granit Xhaka zurück, für ihn rückte Nordtveit in die Innenverteidigung und Jantschke auf die Bank. Die Ausgangslage war klar: Borussia war aus der CL ausgeschieden und musste gewinnen, um die Chance auf Rang 3 in der Gruppe (und damit das Überwintern in der Europa League) zu erhalten.

Entsprechend legte Borussia los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und deckte das Tor von Sevillas Keeper Sergio Rico mit Schüssen ein. In der 13. Minute der große Schreck: Der in den letzten Wochen überragende Ibo Traoré hatte sich wohl nicht gründlich genug aufgewärmt und zerrte sich den Oberschenkel bei einem Eckball. Er musste raus und wurde durch »Problemfall« Josip Drmic ersetzt. Nun erwartete man eigentlich eine kleine Umstellung (Stindl auf den Flügel und Drmic in die Zentrale). Aber »Trainerfuchs« Schubert hatte anderes im Sinn und ließ Drmic auf Traorés Flügelposition spielen. Das fanden die meisten Borussen seltsam, doch Insider des Schweizer Fußballs berichten, dass Drmic in seiner Zeit beim FC Zürich durchaus schon den Rechtsaußen gespielt hatte.

Und da Schubert derzeit einfach alles gelingt, erntete die Fohlenelf schon bald die Früchte dieser Nicht-Umstellung. Dahoud eroberte zentral den Ball, spielte hinaus auf den Flügel zu eben jenem Drmic, der ansatzlos mit »One Touch« den Flügel zum aufgerückten Wendt wechselte. Der legte ab auf Xhaka, welcher von der Strafraumgrenze mit einem etwas verzogenen Schuss abzog, der sich aber in eine schöne Flanke für den lauernden Stindl verwandelte – 1:0 für Borussia!

So ging es auch in die Halbzeit. Sevilla wurde zunächst etwas stärker, doch der Offensivkraft, dem Willen und der Spielfreude der Borussia hatte der europäische »Angstgegner« an diesem Abend nichts entgegenzusetzen. Folgerichtig gab es in der 68. Minute das 2:0 durch einen herrlichen Schuss von Johnson und 10 Minuten später konnte auch Raffael nach schöner Vorarbeit von Stindl sein Tor machen. 3:0 nach 78 Minuten, der für die Punktgleichheit in der Tabelle wichtige direkte Vergleich war egalisiert.

Was sich dann aber nach 4 Minuten wieder erledigt hatte, für einmal war Borussias Abwehr ein wenig unsortiert und Favres »Liebling« Vitolo erzielte das 1:3. Der direkte Vergleich war damit leider verloren, etwaige Zweifel bezüglich des Siegers an diesem Abend wurden aber eine Minute später durch das 4:1 des überragenden Stindl beseitigt. Das 2:4 für Sevilla nach dem obligatorischen Elfer gegen Borussia war dann nur noch Ergebniskosmetik.

Ein grandioser europäischer Fußballabend mit 6 Toren ergab den ersten Sieg für Borussia in der Champions League. Ärgerlich daran war eigentlich nur, dass ich nicht im Stadion sein konnte. Aber auch vor dem Bildschirm war das ein Hochgenuss…

¡Vamos Borussia!

Borussia liegt nun auf Rang 3 der Tabelle vor dem letzten Spiel bei Manchester City. Ein Sieg dort und die EL-KO-Phase im nächsten Jahr ist klar. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage kommt es auf das Ergebnis des Parallelspiels Sevilla vs Juventus Turin an.

Was in der »Todesgruppe« schon ein großer Erfolg ist, wenn man wenige Wochen zurück an das Hinspiel in Sevilla denkt, als die Borussia in der Favre-Spätphase mit einer desolaten Leistung unterging und schlimme Befürchtungen weckte. Aber seit dem Wechsel zu Schubert ist das eine andere Mannschaft. Gegen ManCity daheim und gegen Juventus wurden sogar Punkte liegen gelassen, so dass ein Weiterkommen in der CL trotz der schweren Gruppe denkbar gewesen wäre.

Borussia ist nun seit 10 Pflichtspielen ungeschlagen. Unter den Gegnern war zweimal Juve, Wolfsburg, Sevilla und zweimal Schalke. In den 13 Pflichtspielen seit dem Trainerwechsel gab es überhaupt nur eine einzige Niederlage, die unglückliche Niederlage gegen ManCity. Unglaublich eigentlich.

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