Schuberts Vertrag, Eberls Absturz und Ingolstädter Schauspielkunst

Spielbetrieb

Bild: Borussia-Fahnen Trotz langweiliger Länderspielpause gibt es Neues bei der Borussia: André Schubert ist nun verdient und offiziell der neue Cheftrainer der Borussia, womit das aktuelle Lieblingsthema der Sportjournaille zu den Akten gelegt wurde. Außerdem gibt es noch einen Absturz zu vermelden und ein bajuwarisch-amerikanischer Nachwuchsschauspieler drängt mit einer Talentprobe an die Öffentlichkeit…

André Schubert hat Vertrag

André Schubert verabschiedet sich also »interims-ungeschlagen« vom Interims-Trainer-Job und wird nun bis zum Ende der Saison 2017 Borussias Chef-Trainer. Um nicht immer dasselbe zu schreiben, kann ich mich dazu selbst zitieren:

»In der nächsten Länderspielpause in knapp zwei Wochen hat Borussia mit André Schubert dann 7 Bundesliga-, 3 CL- und 1 Pokalspiel(e) in knapp zwei Monaten hinter sich. Dann wäre es meiner Meinung nach langsam an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Es ist ja nicht nur die beeindruckende Siegesserie. Wie André Schubert die Lage und die Stimmung gedreht hat, nachdem die Borussia nach dem desaströsen Start am Tage von Favres Rücktritt auf dem Spielfeld »tot« und tabellarisch am Tabellenende festgetackert war, ist schon eine eindrucksvolle Tätigkeits-Bilanz. Die schwerer wiegt als ein »problematisches« Image aus dem »Trainer!«-Film oder der Zeit bei St. Pauli. Es wird Zeit für eine Entscheidung, Max!

Das hat Max Eberl wohl genauso gesehen.

Verglichen mit den sonstigen Jubelarien bei Borussias Vertragsverlängerungen ist es nach der Verkündigung des Vertrags in meiner Borussia-Timeline auf Twitter heute verdammt ruhig. Einige hätten wohl lieber einen »großen Namen« oder einen in Fußball-Nerd-Blogs ob seines Konzeptgedöns abgefeierten Übungsleiter bei Borussia gesehen und trauen Schubert den Chef trotz der Faktenlage nicht so recht zu.

Natürlich hätte ich am Tag von Favres Rücktritt auch nicht gedacht, dass ein bisheriger Zweitligatrainer der neue Chefcoach eines Bundesligisten in der CL aus dem oberen Tabellendrittel wird. Aber der gute Trainer ist der, der gewinnt. Und man sollte dabei, siehe Ego-Zitat oben, die Ausgangsposition nicht vergessen. Das war schon eine tolle Trainer-Leistung.

Und ein Vertrag bis zum Saisonende wäre das Gegenteil eines Vertrauensbeweises und de facto weiter »interim« gewesen. Somit waren die Alternativen nur »weiter Interim« oder eben ein »richtiger« Vertrag bis 2017. IMHO hat Eberl die richtige Entscheidung getroffen.

Eberls Absturz

Vielleicht möchte Max Eberl mit dem Vertrag für Schubert aber auch nur von seinem Absturz ablenken! Denn Eberl ist in der alljährlichen kicker-Einkäufer-Topliste, die im gestrigen (12.11.15) Print-Kicker zu lesen ist, vom zweimal hintereinander belegten Top-Platz 1 auf Rang 10 abgestürzt. Die Performances der beiden teuersten Einkäufe Drmic und Hazard waren ein harter Schlag für Eberls Neueinkäufe-Punkteschnitt, nach dem die Liste berechnet wird. Aber immerhin steht Eberl noch vor Horst Heldt!

Die drei neuen Topeinkäufer sind übrigens lt. Kicker nun Michael »Todesangst« Preetz, Rudi »Schiri-Schreck« Völler und Michael »Susi« Zorc.

Ingolstädter Schauspielkunst

Aufmerksamen Leserinnen und Lesern wird es nicht entgangen sein: Ich weilte auf Groundhopp in Barcelona und habe deshalb vom 0:0 der Borussia gegen Ingolstadt am letzten Spieltag außer einigen Zusammenfassungen nichts gesehen. Da das Echo in den Weiten des Webs und Social Media nicht gerade von einem Höhepunkt der Fußball-Kunst verkündete, habe ich auch vom nachträglichen Ansehen des ganzen Spiels abgesehen und verweise für kundige Betrachtungen zu diesem Match auf die folgenden formidablen Links:

Ingolstadt fiel durch seine »dreckige« Spielweise auf. Offensichtlich war es die Taktik, die spielerisch überlegene Borussia durch Fouls und Provokationen aus dem Tritt zu bringen. Und Kapitän Granit Xhaka war wohl als prioritäres »Ziel« dafür ausgemacht worden. Was auch bestens funktionierte, denn Xhaka sah Gelb-Rot…

»Höhepunkt« war die komödiantische Standup-Comedy von Alfredo Morales, der die populäre Figur des ob menschlicher Gewalt dahingerafften »sterbenden Schwans« in kurzen Hosen auf dem Rasen des Borussia-Parks performte. Die lächerlichste Aktion, die man seit langem in der Bundesliga in dieser Hinsicht gesehen hat.

Nach diesem Spiel ist der FC Ingolstadt damit offiziell in die Liste der von Borussia-Fans zu verabscheuenden Teams aufgenommen worden…

bundesliga gladbach ingolstadt saison-2015-2016

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