Borussia macht die Schwaben Zorniger

Spielbetrieb

Das war aus Gründen ein Wochenende ohne Live-Fußball, Punkte gab es erfreulicherweise trotzdem. Das kann man schon mal mit einem fiesen Wortspiel in der Überschrift feiern! Somit steht die Borussia nach einer Woche ohne Favre mit 6 Punkten aus zwei Spielen auf dem Konto da. Und es fragen sich natürlich alle: Wie kann das eigentlich sein?

Borussias Auferstehung

Borussia gewann mit 3:1 beim Zorniger-System-geplagten VfB Stuttgart. In den Spielberichten wird natürlich wieder hervorgehoben, wie gut der VfB mit seinem Zorniger-System wieder gespielt habe und wie »glücklich« der Gladbacher Sieg gewesen sei. Nur sind, wie wir Borussen noch sehr gut aus der letzten Abstiegssaison 2006/07 wissen, »gut« spielen, Chancen versemmeln und dann in der Defensive stets das entscheidende Gegentor kassieren die typischen Eigenschaften eines Absteigers. Je länger der VfB so weiter macht, desto weiter wird er abrutschen.

Was nicht die Sorge der Borussen sein soll. Was immer Interimstrainer André Schubert mit dem Team angestellt hat – plötzlich läuft es wieder. Chancen werden genutzt und die Defensive präsentiert sich wieder leidlich stabil. Und vor allem sind die Mannen im Borussia-Trikot wieder von einem großen Kampfgeist beseelt. Gegenüber den letzten drei Spielen unter Favre, als die Mannschaft praktisch »tot« war und sich willenlos über den Platz haderte, steht da eine ganz andere Mannschaft. Es scheint tatsächlich so, als hätte Lucien Favre mit seinem rechtzeitigen Rücktritt der Borussia einen letzten guten Dienst erwiesen…

Das nächste Problem hat jetzt Max Eberl. Der André Schubert von vornherein als »Interimstrainer« bezeichnet hat, um in Ruhe einen neuen Übungsleiter zu finden. Nur bleibt die Welt in der Zwischenzeit nicht stehen. Je länger die gute Serie von Schubert andauert, desto schwieriger wird der Start für den neuen »richtigen« Trainer werden.

Die Anderen

Die Lage der Liga

Auch abseits der Borussia war das ein durchaus interessanter Spieltag.

Das Lieblingsszenario aller DFL-Auslandsmärkte-Strategen, nämlich »Bundesliga hat ein Zweikampf um die Meisterschaft zwischen Bayern und Dortmund zu sein«, dürfte sich nach dem Spiel Bayern vs Ballspielverein am kommenden Sonntag erst einmal erledigt haben. So wie sich beide Teams derzeit präsentieren, dürfte viel mehr Bayern am Sonntagabend 7 Punkte Vorsprung auf den Ballspielverein haben…

Dieser biss sich an Darmstadt 98 die Zähne aus und kam nur zu einem 1:1 im heimischen Betonviereck. Darmstadt ist eine unangenehme Mannschaft, wie der KSC in der letzten Saison im vorentscheidenden Heimspiel gegen Darmstadt leidvoll erfahren musste. Es ist schon erstaunlich, dass Darmstadt einfach in der Bundesliga genau so weiter spielen kann, wie sie das letztes Jahr in der Zweiten Liga gemacht haben.

Auch der selbsternannte Bayern-Jäger VfL Wolfsburg ist nach der 1:5-Packung in München unter der Woche ein wenig von der Rolle, denn sie gewannen nicht einmal gegen das derzeit wohl schlechteste Bundesliga-Team, Mischa Frontzecks »Bock umstoßendes« Hannover 96.

Dafür scheint sich Leverkusen zu erholen, sie holten 6 Punkte in der englischen Woche.

Und Borussia hat nur noch 5 Punkte Rückstand auf den europäische Freuden bringenden Platz 6. Wie Granit Xhaka zu Recht anmerkte: »Warum sollten wir Europa verpassen?« That's the spirit, Captain!

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