Spielbetrieb

Null-Punkte-Super-Samstag: Aufbaugegner KSC

Was für Fußball-Zeiten! Auch dieses Wochenende hatte wieder, um in der Ausdrucksweise des sensationslüsternen Pay-TVs zu bleiben, einen Null-Punkte-Super-Samstag zu bieten.

Mittags durfte sich der KSC beim kriselnden Bundesliga-Absteiger SC Paderborn am Projekt »Mal wieder ein Törchen schießen und punkten« versuchen. Was nicht wirklich gelang…

Karlsruher Krisenhelfer

Trainer Kauczinski hatte nach der letzten Pleite wieder durchgewechselt: Der 18-jährige Mehlem bekam einen Sturzflug von der Startelf hinaus aus dem Kader, für Peitz kam Krebs in die Elf, und Deadlineday-Neuzugang Gouaida kam zu seinem Startelf-Debüt auf der linken offensiven Seite.

Was überhaupt nicht funktionierte. Gegen sichtbar verunsicherte Paderborner spielte der KSC von Beginn an viel zu vorsichtig. Und wenn dann die wenigen Chancen nicht genutzt werden (wie die von Yamada in der 11. Minute), dann kann man auch nichts Zählbares mitnehmen.

Dabei bot Paderborn über die eigene linke Abwehrseite mit dem völlig überforderten Außenverteidiger Hartherz eine Menge an. Valentini und Torres konnten dort nach Herzenslust schalten und walten, aber es kam nichts dabei herum. Dagegen fand die linke Angriffsseite des KSC praktisch nicht statt. Dazu kamen haarsträubende Ballverluste im Mittelfeld, wie jener von Yamada in der 22. Minute. Paderborn wurde im Laufe der ersten Hälfte stärker und es ging mit einem für den KSC glücklichen 0:0 in die Halbzeitpause.

Kaucze brachte zur zweiten Halbzeit für den wirkungslosen Gouaida Nazarov. In der 52. Minute gab es nach einer mehr als unglücklichen Abwehraktion von Sallahi Freistoß für Paderborn, der »natürlich« zur Paderborner Führung genutzt wurde. Mal wieder ein Standardgegentor…

Für den KSC wurden noch Barry und Köpke als offensive Verstärkungen eingewechselt, der KSC wurde ein wenig stärker in der Offensive, aber das zweite schlecht verteidigte Standardgegentor sorgte dann in der 83. Minute für die Entscheidung zum 2:0-Endstand.

Und nun?

Kann man das Fazit unter der Überschrift »Und nun?« von letzter Woche wiederholen. Die Stammkräfte von letzter Saison sind nach wie vor im Leistungstief, und Spieler wie Mehlem, Barry, Sallahi oder Gouaida sind eigentlich noch nicht so weit, um in der Zweiten Bundesliga bestehen zu können. Der Kader ist für die Zweite Liga viel zu dünn besetzt, und der in Karlsruhe oft erfolgreich durchgeführte Plan »junge unerfahrene Spieler holen und sie ganz schnell zu Zweitliga-Leistungsträgern machen« funktioniert dieses Mal nicht. Zumindest nicht so schnell, wie es nötig wäre.

Das ist aber keine böse Absicht oder ein misslungener Masterplan von Todt und Kauczinski, sondern die wirtschaftliche Realität des KSC im Jahre 2015. Für die nun Todt und Kauczinski den Kopf hinhalten müssen, der Ton wird rauer im Umfeld des KSC. Wer z.B. einmal die Kommentare unter dem Spielbericht des örtlichen Unterschichten-Portals liest erahnt, wie die Stimmung sich zuspitzt.

Am Dienstag geht es weiter gegen die wiedererstarkte Fortuna aus Düsseldorf. Dank der zwei Siege mit 6 Punkten hält sich die tabellarische Dramatik noch in Grenzen. Auch wenn in Karlsruhe Panik und in Düsseldorf Euphorie herrscht: Noch steht der KSC einen Punkt vor Fortuna, und mit einem Dreier wäre man wieder im unteren Mittelfeld. Aber zur allgemeinen Beruhigung der Lage wäre ein Heimsieg in der kommenden englischen Woche genau das Richtige…

Die Anderen

Die Liga

Das 2:2 zwischen Bochum und Fortuna am Freitag war ein richtiger Knaller. Der VfL Bochum bleibt ungeschlagener (als einziges Team der Zweiten Liga) Spitzenreiter, und Fortuna scheint, zu einem für den KSC ungünstigen Zeitpunkt, wieder erstarkt zu sein.

Der Tabellenzweite Freiburg bewies bei 2:2 gegen Bielefeld Moral, sie holten einen 0:2-Rückstand auf und bleiben Tabellenzweiter.

Die Tabellenlage an der Spitze kann sich im sonntäglichen Topspiel zwischen Braunschweig und St. Pauli natürlich noch verändern. Ebenso könnte sich durch einen Duisburger Sieg die Tabellensituation am Ende zuspitzen…

ksc scpaderborn saison-2015-2016 zweiteliga

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