Auf in die Champions League! Aber nicht alle…

Spielbetrieb

Die Würfel sind gefallen, die Play-Offs sind beendet und die Gruppenphase der Champions League wurde ausgelost!

Gladbacher Todesgruppe

Borussia wird in Gruppe D auf Juventus Turin, Manchester City und (schon wieder) auf den FC Sevilla treffen. Stellenweise ist deshalb auf Twitter und in den üblichen Foren ein garstiges Gejammer über die Grausamkeit dieser Gruppenauslosung zu lesen. Seitenwahl gibt gewohnt informativ einen Überblick und kommt zu dem Schluss:

»Zum jetzigen Zeitpunkt ist es jedenfalls viel zu früh, um den Kopf in den Sand zu stecken. Borussia hat jahrelang hart dafür gearbeitet, um in dieser Champions League mitspielen zu dürfen. Jetzt ist dies geschafft und wurde mit einer Gruppe vierer echter Champions belohnt. Anstatt jetzt schon bittere Niederlagen vorherzuorakeln, sollten sich die Fans auf 6 hochkarätige Europacup-Partien freuen, die sie genau wie der Verein unbeschwert und in vollen Zügen genießen sollten.

So ist es. Man hat immer eine Chance. (Gut dass es hier kein Phrasenschwein gibt.) Ich für meinen Teil freue mich drauf, vor allem Sevilla ist dieses Mal fällig. Und gegen Juve, mit Torwartlegende Gigi Buffon, der bekanntlich einmal Gladbach als einen seiner Sehnsuchtsvereine bezeichnete. Und als Sahnehäubchen das geldstarrende, aber europäisch notorisch erfolglose Superstarensemble von Manchester City…

Celtics Ausscheiden

In jene Gruppenphase wollten auch einige andere. Für Celtic endete der vor zwei Tagen skizzierte »mühsame Weg zurück« in Malmö mit dem erneuten Ausscheiden mit einem, vor allem in der 2. Halbzeit, furchtbaren Auftritt. Trainer Ronny Deila diagnostizierte ein »furchtsames Auftreten« als Ursache. Einige Kommentatoren, wie jener hier im Guardian, sehen hingegen Deilas falsche Entscheidungen und schlechte Transfers als Grundübel. Der BBC-Schottenfußball-Chefkommentator Tom English sah Celtics Schwäche in Malmö grausam offenbart und kommt zu dem Schluss:

»Malmo got what they deserved on Tuesday - and so did Celtic. They had their chance - and they blew it.«

Die Fans sind etwas ratlos, wie ein Statement im Supporters-Forum zeigt:

»Last night was at times embarrassing, we looked like a team with no fight in it, a total lack of conviction; we were bullied by a team of inferior players.«

Das fasst es ganz gut zusammen. Und einer zerriss gleich sein Trikot vor Wut

Nun gibt es also ein weiteres Jahr Europa League und Dominanz in der Schottischen Meisterschaft für Celtic, und die CL findet erneut ohne schottische Beteiligung statt.

Basels Ausscheiden

Etwas überraschend ausgeschieden ist auch der kürzlich besuchte FC Basel gegen Maccabi Tel Aviv. Das ist für Basel weniger ein finanzielles Problem, als vielmehr eines für das eigene Selbstverständnis, so die NZZ:

»Ohne Champions League bricht ein Teil seines Selbstverständnisses und seiner Träume weg; in diesen Spielen setzt er die grossen Emotionen frei, hier bekommt er die Anerkennung, die ihm in der Schweiz immer öfter versagt bleibt.«

Ganz anders sehen das die »Stehplatzhelden«:

»Ein Glück, dass der Verein die erneute Qualifikation für die UEFA Champions League nicht geschafft hat. Ansonsten wäre die wirtschaftliche Dominanz des FCB im Schweizer Fussball erdrückend geworden.«

Wie auch immer. Im Gegensatz zu Celtic, für die die Rückkehr mit jedem Jahr »draußen« immer schwieriger wird, wenn die Besitzer nicht Geld in eine für den heimischen schottischen Fußball völlig überdimensionierte Mannschaft stecken wollen, lacht dem FC Basel eine glorreiche Zukunft. Denn ab der kommenden Saison braucht der Schweizer Meister nicht mehr durch die mühsame und gefährliche Qualifikation, sondern kommt direkt in die Gruppenphase. Und wer anders als die »Bebbi« soll diese Saison Schweizer Meister werden?

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